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Jahrgang
Volumen in ml
2019  /  750 ml

Info zum Wein:

Olivier Humbrecht:

Clos Häuserer ist ein kleiner 1,2 ha großer Weinberg, der 1973 mit Riesling bepflanzt wurde. Es ist kein historischer Weinberg als solcher, da er von meinem Vater angelegt wurde, der es geschafft hat, viele kleine Parzellen zu einem großen zusammenhängenden Quadrat zusammenzufassen. Er wird oben von der Großlage Hengst und unten von der Straße Häuserer begrenzt (die Straße zu den Häusern in Anlehnung an eine alte römische Siedlung nicht weit entfernt). Da war es leicht, das Qualitätspotenzial dieses Weinbergs und seine Fähigkeit, langlebige Weine zu erzeugen, zu erkennen. Der Clos Häuserer liegt auf dem gleichen Muttergestein wie der Hengst: ein kieseliger Mergelkalk aus dem Oligozän, aber mit einer viel dickeren Oberbodenschicht (ca. 1 Meter). Dieser Weinberg genießt ein warmes Mikroklima im Sommer, aber der Boden bleibt kühl und die Reben leiden nie unter Trockenheit.

Info zum Ausbau:

Wie viele Weine, die auf dieser Geologie erzeugt werden, gärt der Clos Häuserer langsam. Der 2019er wurde bei perfekter Reife geerntet und knochentrocken ausgebaut.

Farbe:

Strahlendes Goldgelb.

Nase:

Ein saftiger Geruch von reifem Pfirsich, Apfel, Birnen und reifer Ananas zeigt sich charmant in der Nase. Darüber schweben intensive, interessante rauchige Noten. Interessant deswegen, denn der Wein bei allem Charme eine reizvolle spröde Note besitzt durch den intensiven Kalkstein, auf dem er gewachsen ist.

Gaumen:

Diese interessante kalkige Note finden wir auch am Gaumen in Kombination mit packender Salzigkeit und brillanter Säure. Der lange und überaus anregende Nachhall macht Lust, die Flasche bereits jetzt zu leeren, verweist aber auch auf sein fantastisches Lagerpotential. Mit Eleganz pur und feiner Leichtigkeit reiht er sich ein in die grandiose Riesling Range der 2019er aus dem Hause Humbrecht.

Wer ihn zum jetzigen Zeitpunkt schon genießen möchte, sollte ihn unbedingt über mehrere Stunden dekantieren und in einem ausreichend großen Glas servieren. Einige Tage der Öffnung lassen ihn an Ausdruck gewinnen.

Verkostet im Juli 2021

Author Christina Hilker
Kurzvita Christina Hilker:

Nach ihrer Ausbildung im Hotel Bareiss in Baiersbronn war Christina Hilker Chef-Sommelière im Stuttgarter Zwei-Sterne-Restaurant Speisemeisterei. Sie hat 2003 die Trophée Ruinart als beste Sommelière Deutschlands gewonnen und wurde 2005 vom Gault Millau als „Sommelière des Jahres“ ausgezeichnet. Heute ist sie für den süddeutschen Raum der Agentur Sommelier Consult verantwortlich.

  • Pastinaken-Blinis goldgelb gebacken mit Lachs und Dillschmand
    (Fisch)
  • Meerrettich-Suppe mit karamellisiertem Apfel
    (Gemüse & Vegetarisch)
  • Atlantik-Rochen an der Gräte gebraten mit Noilly Prat-Sauce und Pfefferminz-Öl
    (Fisch)
Author Christina Hilker
Kurzvita Christina Hilker:

Nach ihrer Ausbildung im Hotel Bareiss in Baiersbronn war Christina Hilker Chef-Sommelière im Stuttgarter Zwei-Sterne-Restaurant Speisemeisterei. Sie hat 2003 die Trophée Ruinart als beste Sommelière Deutschlands gewonnen und wurde 2005 vom Gault Millau als „Sommelière des Jahres“ ausgezeichnet. Heute ist sie für den süddeutschen Raum der Agentur Sommelier Consult verantwortlich.

Zind-Humbrecht

Die Domaine Zind-Humbrecht ist unter diesem Namen im Jahr 1959 anlässlich der Hochzeit von Léonard Humbrecht mit Geneviève Zind und aus der Vereinigung der beiden Weingüter Humbrecht in Gueberschwihr und Zind in Wintzenheim entstanden. Die Familie Humbrecht hat bereits zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) Wein erzeugt. Die Domaine Zind-Humbrecht, die Anfang der 1960er Jahre noch weniger als fünf Hektar umfasste, wuchs bis Mitte der 1990er Jahre auf vierzig Hektar an. Dazu gehören Parzellen in Grand-Cru-Lagen wie Rangen (Thann) oder Brand (Turckheim). 1989 übernahm Olivier das Weingut. Der erste Master of Wine in der Familie hat das Weingut 1999 auf biodynamische Bewirtschaftung umgestellt und ist außerdem Vorsitzender von Biodyvin. Die Weine werden heute allesamt in großen Fässern mit langem Hefelager erzeugt. Botrytis kommt in den trockenen Weinen nicht vor.

Weitere Weine des Weinguts