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Jahrgang
Volumen in ml
2022  /  750 ml

Info zum Wein:

Olivier Humbrecht:

Der Clos Häuserer ist ein kleiner Monopolweinberg, der sich unterhalb des Grand Cru Hengst in der Gemeinde Wintzenheim befindet. Seine 1,2 ha wurden 1973 von meinem Vater Léonard Humbrecht zu 100% mit Riesling bepflanzt. Er liegt auf einem kalkhaltigen Muttergestein aus der Oligozänzeit. Der Boden besteht aus der Erosion der älteren Kalksteine (Oolithikum), die sich in der zweiten Epoche auf den Vogesen befanden. Diese Kalksteinkiesel wurden dann in einem eisenreichen Sandstein zementiert, der auch einige Mengen Mergel enthält. Wir nennen sie Konglomeratkalksteine oder Küstenkalksteine (es ist das Meer, das diese Felsen erodiert hat). Diese Böden sind sehr interessant, weil sie einen hohen Anteil an Gesteinselementen (Kalkstein, Sandstein...) und feinere Elemente wie Mergel enthalten, die sie sehr trockenheitsresistent machen. Sie haben auch eine reiche mineralische Zusammensetzung. Der Clos Häuserer liegt am Fuße des Hügels und verfügt über einen besonders reichen Oberboden mit einem etwas höheren Mergelanteil. Dies macht sich in den Weinen bemerkbar, da der Tonanteil auch einem Wein, der in den ersten Jahren fantastisch sein kann, eine gewisse Rundheit und einen gewissen Genuss verleiht.

 

Farbe:

Strahlendes Goldgelb.

 

Nase:

Der 2022er Riesling Clos Häuserer präsentiert sich schlank und verspielt in der Nase, deutliche Aromen von Zitrone, Limette, Grapefruit und grünem Apfel verbinden sich mit kühler und kalkiger Note. Die Belüftung in der Karaffe katapultiert den Duft nach Ingwer, Anis und Trockengebäck nach vorne, sowie Muschelschalen und Seetang.

 

Gaumen:

Faszinierend ist diese lebendige Frische am Gaumen, die Säure zeigt sich brillant, erneut in Kombination mit den Zitrusfrüchten der Nase und einer salzigen Spur. Sein Rückgrat ist saftig und lang anhaltend , seine feine Bitterkeit in Kombination mit der salzigen Zitrusfrische regt im langen Nachhall den Appetit auf Gerichte mit frischen Komponenten und konzentrierten Saucen an.

Wer ihn zum jetzigen Zeitpunkt schon genießen möchte, sollte ihn unbedingt über mehrere Stunden dekantieren und in einem ausreichend großen Glas servieren. Einige Tage der Öffnung lassen ihn an Ausdruck gewinnen.

Verkostet im April 2024

Author Christina Hilker
Kurzvita Christina Hilker:

Nach ihrer Ausbildung im Hotel Bareiss in Baiersbronn war Christina Hilker Chef-Sommelière im Stuttgarter Zwei-Sterne-Restaurant Speisemeisterei. Sie hat 2003 die Trophée Ruinart als beste Sommelière Deutschlands gewonnen und wurde 2005 vom Gault Millau als „Sommelière des Jahres“ ausgezeichnet. Heute ist sie für den süddeutschen Raum der Agentur Sommelier Consult verantwortlich.

  • Rote Bete aus der Salzkruste mit altem Balsamico
    (Gemüse & Vegetarisch)
  • Gratinierte Austern mit Grapefruit Filets
    (Meeresfrüchte)
  • Wachtelbrust und Keule an Hagebutte, Zitrone, Estragon und Mohngnocchi
    (Geflügel)
Author Christina Hilker
Kurzvita Christina Hilker:

Nach ihrer Ausbildung im Hotel Bareiss in Baiersbronn war Christina Hilker Chef-Sommelière im Stuttgarter Zwei-Sterne-Restaurant Speisemeisterei. Sie hat 2003 die Trophée Ruinart als beste Sommelière Deutschlands gewonnen und wurde 2005 vom Gault Millau als „Sommelière des Jahres“ ausgezeichnet. Heute ist sie für den süddeutschen Raum der Agentur Sommelier Consult verantwortlich.

Zind-Humbrecht

Die Domaine Zind-Humbrecht ist unter diesem Namen im Jahr 1959 anlässlich der Hochzeit von Léonard Humbrecht mit Geneviève Zind und aus der Vereinigung der beiden Weingüter Humbrecht in Gueberschwihr und Zind in Wintzenheim entstanden. Die Familie Humbrecht hat bereits zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) Wein erzeugt. Die Domaine Zind-Humbrecht, die Anfang der 1960er Jahre noch weniger als fünf Hektar umfasste, wuchs bis Mitte der 1990er Jahre auf vierzig Hektar an. Dazu gehören Parzellen in Grand-Cru-Lagen wie Rangen (Thann) oder Brand (Turckheim). 1989 übernahm Olivier das Weingut. Der erste Master of Wine in der Familie hat das Weingut 1999 auf biodynamische Bewirtschaftung umgestellt und ist außerdem Vorsitzender von Biodyvin. Die Weine werden heute allesamt in großen Fässern mit langem Hefelager erzeugt. Botrytis kommt in den trockenen Weinen nicht vor.

Weitere Weine des Weinguts