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Rémi Jobard
Das Weingut
Rémi Jobard ist der Neffe der berühmten Winzerbrüder Charles Jobard und François Jobard. Als Rémi Mitte der 1990er in das Weingut einstieg, begann der Verzicht auf jegliche Herbizide und Pestizide. Die Bio-Zertifizierung erfolgte 2011. Rémi Jobard ist ein ausgewiesener Weißweinwinzer mit besten Lagen in Meursault, weshalb seine beiden Pinot-Lagen auch eine vergleichbare Handschrift tragen. Die Premier-Cru-Lagen in Monthélie und Volnay liegen vergleichsweise hoch und passen daher mit ihrer recht kühlen Anmutung zum Portfolio von Jobard. Im Laufe der letzten Jahre setzte Jobard immer mehr auf eine Kombination von Fudern und Tonneaux von Stockinger. Der klare Verzicht auf reduktive Popcorn- und Knallplättchen-Aromatik, der zurückhaltende Holzeinsatz, der den Meursaults entsprechend auch nur eine feine und nicht etwa eine aufdringliche Haselnuss-Aromatik verleiht, führt bei Jobard zu Finesse und Brillanz.
Auf einen Blick
- Neffe von Charles und François Jobard
- Ohne Herbizide seit den 1990ern, Bio 2011
- Weißweinwinzer mit besten Lagen in Meursault
- Stil: Finesse, Brillanz, dezentes Holz
CHRISTOPH RAFFELT
Rémi Jobard ist ein ausgewiesener Weißweinwinzer mit besten Lagen in Meursault
Februar 2022

Sortiment ·
Die Weine von Rémi Jobard
Der Index zur Trockenheit, bzw. zur Süße des Weines berücksichtigt die gesamte Struktur des Weines und kombiniert dabei Restzucker, Säuregehalt und Alkoholgehalt. Es geht hierbei nicht um Laboranalysen, sondern um das subjektive Empfinden von Süße auf dem Gaumen. Die Daten stammen von den Weingütern selbst und werden bei unseren Verkostungen geprüft.
Trocken
Rein technisch gesehen nicht völlig trocken aber keine Süße auf dem Gaumen, eventuell etwas runderer Abgang
Mittlere Süße, insbesondere bei jungen Weinen. Teilweise reduziert sich die Süße mit dem Reifeprozess
Süßlicher Wein
Hohe Süße wie bei einem Vendages Tardive, jedoch ohne die durch die Edelfäule* verursachte Reichhaltigkeit
Die Vendages Tradives (Elsässer Spätlese), unterliegen strenger staatlicher Kontrolle. Bei den überreif geernteten Trauben muss das alkoholische Potential mindestens 15,3% betragen (118 Oechsle). Ein Zuckerzusatz (Chaptalisation) ist nicht erlaubt.
Zum Charakter der Grand Cru Rebsorten kommt hier der Zuckergehalt und die Konzentration durch die Edelfäule.
Bei der Sülection de Grains Nobles (Elsässer Trockenbeerenauslese), werden ausschließlich von Edelfäule befallene Trauben verwendet.
Das alkoholischen Potential muss mindestens 18,20% (134,8 Oechsle) betragen. Im Vergleich zu den Vendages Tardives sind die Weine noch wuchtiger und konzentrierter. Diese Meisterwerke der Winzerkunst bieten ein lang anhaltendes Geschmackserlebniss.
* Edelfäule (Botrytris cinerea) auch als Grauschimmel oder Edelfäulpilz bezeichnet ist ein Pilz der reife Weintrauben bei feuchtem und gleichzeitig warmen Herbstwetter befallen kann. Der Schimmelpilz perforiert die Schalen der Trauben und fördert damit die Verdunstung was zu einer Konzentration der Aromen des Weines führt. Außerdem verbraucht er wesentlich mehr Säure als Zucker und fördert dadurch die Süße des Mostes (bis zu 45% Zuckergehalt).
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