Farbe:
Strohgelb mit leuchtenden Reflexen.
Nase:
Aufgeräumt und klar duftet der 2023 Chardonnay „R“ von Ökonomierat Rebholz: mineralisch kühl erinnert die erste Nase an nasse Tafelkreide und Pertichor, den Duft von nassem Asphalt nach einem Sommerregen. Erst dann zeigt sich zaghaft die Frucht, nicht überschwänglich oder gar schwatzhaft, sondern mit leiser, ruhiger Stimme. Etwas Kernobst, Zitrus, alles sehr reduziert mit subtiler Rauchnote im Obertonbereich.
Mund:
Griffig und kompakt zeigt er sich im Antrunk und legt mit festem mineralischem Fundament vor, bevor die Klaviatur der Aromen gespielt wird. Mit kalkig kühlem Naturell schmeckt er nach Mirabelle, Äpfeln und grüne Aprikose und erinnert ein wenig an frisches Backwerk morgens um vier auf dem Weg nach Hause. Druckvoll mit irrer Spannung am Gaumen und lasziven rauchigen Noten ist er unterlegt von saliner Mineralik, zitrisch flankiert und garniert mit einer Handvoll Salzmandeln. Epische Länge.
Verkostet im April 2026
Salat von Cedri Zitronen mit Olivenöl und Mönchsbart
Gegrillter Fisch mit Zitrone und Rosmarin
Huhn aus dem Rohr mit Thymian und Schalotte


Ökonomierat Rebholz
Die Geschichte der Familie Rebholz reicht weit ins 16. Jahrhundert zurück. Seinen heutigen Namen verdankt das Weingut Eduard Rebholz, der den Titel des Ökonomierats inne hatte. Der studierte Forstmann war es auch, der damals gegen den Zeitgeist von künstlich gesüßten Tropfen die Idee des ungeschönten „Naturweins“ setzte. Heute führt sein Enkel Hansjörg Rebholz die Idee von konsequent trockenen Weinen entschlossen fort. Seine Weine, die in ihrer Jugend oft noch unzugänglich wirken, zeichnen sich durch ein hohes Entwicklungspotenzial aus und brauchen demnach Zeit, um ihre ganze Klasse zeigen zu können. Gerade die Toplagen „Kastanienbusch“ und “Im Sonnenschein“ beweisen die eindrucksvolle Spitzenstellung dieses traditionsreichen Hauses.










































