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Prieuré Roch
Das Weingut
Die Domaine wurde 1988 von Henri Fréderic Roch gegründet. Er ist der Sohn von Pauline Roch, die wiederum die große Schwester von Lalou Bize Leroy ist.
Henri ist zusammen mit Aubert de Villaine Co – Director der Domaine de la Romanée Conti, seit sich seine Tante Ende der achtziger Jahre vollständig aus der DRC zurückgezogen hatte. Seine Signatur findet sich seitdem auf allen DRC Flaschen.
Der Ursprung des Weingutes lässt sich bis 1966 zurückverfolgen. Damals verpachtete die Familie Marey-Monge die familieneigenen Weinberge in Romanée St. Vivant an DRC. Als die Erben der Marey-Monge Familie, die Familie Neyroud die Domaine 1988 verkauften, hatte DRC noch ein Vorkaufsrecht auf die Lagen in Romanée St Vivant, welches sie auch nutzten. Der Verkauf erforderte Mittel, die die DRC zum damaligen Zeitpunkt nicht aufbringen konnte und sie verkauften ihrerseits wiederum Teile in Echézeaux und Grands Echézeaux, sicherten sich aber einen langfristigen Pachtvertrag von 30 Jahren auf die Parzellen.
Des Weiteren gehörten Plots um Vosne zum ursprünglichen Besitz und hier kam Henri Frederic Roch ins Spiel, der sich entschied, diese zu kaufen.
Auf einen Blick
- Gegründet 1988 von Henri Frédéric Roch
- Co-Director der Domaine de la Romanée-Conti
- Biodynamisch vom ersten Tag an
- Ungefiltert, weitgehend ohne Schwefel
Die Anfänge der Domaine
Jetzt, 1988, fand er sich in einer schwierigen Situation wieder. Er besaß besagte Parzellen aber weder ein richtiges Weingut mit Produktionsgebäuden, noch hatte er eine Reputation und somit auch keine Kunden. Auch die Namensgebung war schwierig, weil er fand, dass alleinig sein Name viel zu Selbstbewusst klingen würde. Einzig der Zufall, dass sein Blick auf eine Bordeaux – Holzkiste des Château „Prieuré – Lichine“ viel und ihm der Name gefiel, führte zum heutigen „Domaine Prieuré – Roch“.
Der studierte Ingenieur Henry verbrachte als jugendlicher mit seinem Vater einige Zeit in Ägypten. Dies erklärt die durchaus eigenwillige und für burgundische Verhältnisse sehr ungewöhnlich wirkende Gestaltung der Etiketten.
Im weiteren Verlauf wurden nach und nach Parzellen in Nuits St Georges gekauft oder auch gepachtet und eine ehemalige Garage im Ort wurde als Weingut umgebaut. Die heutige Domaine war entstanden.
Mit dem jungen Yannik Champ aus Paris hat Henri einen Betriebsleiter, der seine Auffassung von perfektionistischer Arbeit teilt und die Stilistik der Weine maßgeblich mit prägt.

VINATUREL
Die Weinberge wurden vom ersten Tag an umgestellt und biodynamisch bewirtschaftet
Biodynamik und Ausbau
Die Weinberge wurden vom ersten Tag an umgestellt und biodynamisch bewirtschaftet, was sich anfangs als steiniger Weg herausstellte, weil die Winzer in den sechziger und siebziger Jahren sehr großzügig mit Kali gedüngt hatten. Die Umstellung dieser „kaputtgedüngten“ Böden mit einem viel zu hohen PH Wert war deutlich mühsamer als in anderen Regionen. Teils wurden in den Anfangsjahren nur mehr 15hl. / ha geerntet um die Qualität hoch zu halten. Mittlerweile hat man sich bei ca. 30 hl. / ha. eingespielt. Die einzige Düngung erfolgt mit Kompost, der aus alten Traubenknospen und Trester hergestellt wird. Die Bodenbearbeitung erfolgt per Hand.
Die Selektion im Weinberg ist während der Lese der Schlüssel für absolut perfekte Traubenqualität. Das Ziel ist es mit so vielen natürlichen und Weinbergs – eigenen Hefestämmen wie möglich zu arbeiten. Henry bezeichnet diese als „relay runners“, einer folgt auf den nächsten, bis der Zucker vollständig aufgefressen ist.
Während der Gärung, die in der Regel ca. 10 Tage dauert, erfolgt zwei Mal pro Tag eine „Pigeage“. Die Weine bleiben dann ca. 3 Wochen in den Cuves, bis sie via Gravitation für 18 Monate in die Tonneaus kommen, in denen sie dann auch die malolaktische Gärung vollziehen. Bei fast allen Weinen verwendet man 100% neues Holz, erstaunlicherweise wirken die Weine aber niemals zu sehr davon geprägt. Auf Filtration wird vollständig verzichtet und auch weitestgehend auf die Zugabe von Schwefel. All dies – und auch der Verzicht auf pumpen in jeglicher Form – führt dazu dass die Weine in ihrer Jugend oft über eine natürliche Menge Kohlensäure verfügen.
Sortiment ·
Die Weine von Prieure Roch
Der Index zur Trockenheit, bzw. zur Süße des Weines berücksichtigt die gesamte Struktur des Weines und kombiniert dabei Restzucker, Säuregehalt und Alkoholgehalt. Es geht hierbei nicht um Laboranalysen, sondern um das subjektive Empfinden von Süße auf dem Gaumen. Die Daten stammen von den Weingütern selbst und werden bei unseren Verkostungen geprüft.
Trocken
Rein technisch gesehen nicht völlig trocken aber keine Süße auf dem Gaumen, eventuell etwas runderer Abgang
Mittlere Süße, insbesondere bei jungen Weinen. Teilweise reduziert sich die Süße mit dem Reifeprozess
Süßlicher Wein
Hohe Süße wie bei einem Vendages Tardive, jedoch ohne die durch die Edelfäule* verursachte Reichhaltigkeit
Die Vendages Tradives (Elsässer Spätlese), unterliegen strenger staatlicher Kontrolle. Bei den überreif geernteten Trauben muss das alkoholische Potential mindestens 15,3% betragen (118 Oechsle). Ein Zuckerzusatz (Chaptalisation) ist nicht erlaubt.
Zum Charakter der Grand Cru Rebsorten kommt hier der Zuckergehalt und die Konzentration durch die Edelfäule.
Bei der Sülection de Grains Nobles (Elsässer Trockenbeerenauslese), werden ausschließlich von Edelfäule befallene Trauben verwendet.
Das alkoholischen Potential muss mindestens 18,20% (134,8 Oechsle) betragen. Im Vergleich zu den Vendages Tardives sind die Weine noch wuchtiger und konzentrierter. Diese Meisterwerke der Winzerkunst bieten ein lang anhaltendes Geschmackserlebniss.
* Edelfäule (Botrytris cinerea) auch als Grauschimmel oder Edelfäulpilz bezeichnet ist ein Pilz der reife Weintrauben bei feuchtem und gleichzeitig warmen Herbstwetter befallen kann. Der Schimmelpilz perforiert die Schalen der Trauben und fördert damit die Verdunstung was zu einer Konzentration der Aromen des Weines führt. Außerdem verbraucht er wesentlich mehr Säure als Zucker und fördert dadurch die Süße des Mostes (bis zu 45% Zuckergehalt).
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