Peyre Rose , Languedoc

Clos Des Cistes VdF

Syrah, 2010, 750ml, Grenache

 
Clos Des Cistes VdF Print informations
Artikelnummer 9910215030
Residual sugar M
Drink temperature 16°
Alcohol Content 14,5%
Manufacturer Domaine Peyre Rose, Route de Villeveyrac, 34230 Saint Pargoire / France, Bio-Zertifikat: FR-BIO-10
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 15.11.2020, Copyright Sebastian Bordthäuser und Vinaturel:

Das Weingut Peyre Rose von Marlène Soria zählt zu den Ikonen des biodynamischen Weinbaus im Languedoc. In der Region, die lange Zeit für Überproduktion bekannt war, kaufte Madame  Soria Land und gründete 1982 aus dem Nichts ihr Weingut Peyre Rose. Sie bepflanzte dessen steinige Tonböden mit den Sorten des Südens: Syrah, Mourvèdre, Grenache sowie kleine Mengen Roussanne, Rolle und Viognier. Angelegt inmitten der Garrigue wurden die Weingärten von Anbeginn biodynamisch bewirtschaftet, der Einfluss des nahegelegnen Meeres stets spürbar. Im Keller gibt es keine nennenswerte Technik, stattdessen setzt sie auf Handarbeit, Gravitation und Zeit: Die Weine kommen frühestens nach sechs Jahren auf den Markt.

Der Clos de Cistes besteht überwiegend aus Syrah mit einem kleinen Teil Grenache. Er wurde spontan vergoren und für fast zehn Jahre im Zement und im großen Holzfass ausgebaut.

 

Farbe:

Kräftiges Rubinrot mit Ziegelrotem Rand und nahezu schwarzem Kern.

 

Nase:

Der 2010 Clos de Cistes von Peyre Rose zeigt sich zunächst etwas zugeknöpft und braucht etwas Zeit, um seine Zunge zu lockern. Ein klarer Fall für die großen Gläser und einen Abend Zeit. Anfangs noch etwas reserviert, murmelt er leise etwas von würzigen Aromen, viel Umami, Soja-Sauce und Sonntagsbraten. Mit etwas Geduld wird er redseliger, plaudert von Unterholz und schwarzen Früchten, Brombeeren, Zwetschgenmus und Heidelbeeren, alles inmitten ursprünglicher Garrigue mit Aromen nach Wacholder, Rosmarin und einem Hauch Salz, der an das nahegelegene Meer erinnert.

 

Mund:

Was lange währt, wird endlich gut! Im Antrunk ist er dicht, unglaublich kompakt und fast mysteriös. Mit üppiger Aromatik und immenser Spannung baut er sofortigen Druck auf und brilliert trotz seiner Kraft mit klarem Säurenerv, frischem Trinkzug und feinsten Manieren. Die dunklen Früchte der Nase spiegeln sich extraktreich am Gaumen, würzig unterlegt von schwarzem Kardamom, Pfeffer und einem Boquet Garni. Die engmaschigen Gerbstoffe wirken am Zungensaum niederflorig und verleihen dem krachtrockenen Wein eine subtile Süße. Harmonisch mit eigenem Charakter und großer Perspektive für viele weitere Jahre Flaschenreife.



Speiseempfehlungen von Sebastian Bordthäuser:

  • Geschmortes Pilzragout mit Kräutern und Rotwein aus dem Ofen
  • Rotbarbe gratiniert mit Ochsenmark auf Pilzrisotto mit Herbsttrompeten, gerösteten Spitz-Paprika und Demi-Glace
    (Fisch)
  • Geschmorte Rehkeule aus dem Ofen mit Dörrobst und Pastinake
    (Wild)

 
Parse Time: 0.858s