Domaine Ciringa, Fosilni Breg Reserve Print informations
Artikelnummer 9870009512
Drink from: 2020
Drink to: 2035
Residual sugar M
Drink temperature 11°
Alcohol Content 12,5%
Acidity 6,7 g/l
Sweetness 2 g/l
Manufacturer Tement GmbH, Zieregg 13, A-8461 Ehrenhausen / Austria
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 12.07.2020, Copyright Marian Henß und Vinaturel:

Info:

Die Domaine Ciringa wird auf der slowenischen Seite des Weinberges von Familie Tement betrieben. Optisch in Flasche und Etikett sind diese beiden Weingüter klar voneinander separiert, obwohl beide am Zieregg, dem Hausberg, ansässig sind. Die Weinberge der Domaine Ciringa wurden 2006 dort angepflanzt. Tements bewirtschaften dort 20 der 30 Hektar und füllen ca. 100.000 Flaschen unter diesem Label. Armin Tement bescheinigt dem Weinberg auf der slowenischen Seite bei entsprechendem Rebalter ein identisches Potenzial zum benachbarten Zieregg. Fosilni geht demnach in den Zieregg über. Sobald die Weinberge dort ein Alter von mindestens 20 Jahren aufweisen, sind auch Parzellen-Abfüllungen wie auf der österreichischen Seite in Planung. Im Untergrund findet man   Korallenkalk. Im Fosilni ist die Auflage eine Braunerde. Die Weine zeigen sich hier gegenüber der österreichischen Seite erdiger und dunkler. Diese Reserve wird nach 30-monatiger Hefereife ohne Filtration abgefüllt.

 

Farbe:

Strahlendes Strohgelb, grüne Reflexe.

 

Nase:

Auch dieser Sauvignon blanc der Tements präsentiert sich sehr ausgreift und erwachsen. Keine plakative Frucht dieser Rebsorte, sondern ein Exempel seiner Herkunft. Die Aromen reichen von erdig über würzig zu rotbeerig. Etwas leicht rauchiges und nasser Kalk machen den Anfang. Das erinnert mich an die Schulzeiten und nasse Kreide. Die Würze kommt von getrockneten Kräutern wie Majoran und ein wenig grünem Tee. Die Frucht öffnet sich mir eher zweiseitig. Zunächst Johannisbeere, dann kommen reife Aprikosen und Mirabellen hinzu.

 

Gaumen:

Der Fosilni Breg Reserve gibt ab Sekunde 1 am Gaumen Gas. Sehr ursprünglich und pur. Diese erdige und kalkige Komponente kommt wunderbar zur Geltung. Das hat etwas von Lecken an nassen Steinen. Was natürlich in der Realität niemand macht. Ich empfinde das rassig und saftig. Dabei förmlich am Gaumen austrocknend, so dass man sofort nachschenken muss. Das hat bei 7% Säure 0g Zucker. Das spürt man auch. Im Abgang kommen die Mirabellen und Aprikosen hervor, abgerundet von angenehmen Bitterstoffen.

Ich finde das wahnsinnig gut und in Relation zum Preis wird hier richtig viel Wein geboten. Kaufbefehl!!



Speiseempfehlungen von Marian Henß:

  • Burrata, reife Tomaten und süß-sauer angemachter Rucolasalat
  • Klassisches Wiener Schnitzel mit lauwarmem Kartoffelsalat
  • Bretonische Austern, Mignonette, Pumpernickel

 
Parse Time: 0.740s