Riesling Frauenberg Grosses Gewächs Print informations
Artikelnummer 9912022023
Drink from: 2021
Drink to: 2030
Residual sugar M
Drink temperature 12°
Alcohol Content 12,5%
Acidity 8,0 g/l
Sweetness 3 g/l
Manufacturer Weingut Spanier-Gillot GbR, Bahnhofstrasse 33, 67591 Hohen-Sülzen/Rheinhessen / Germany, Bio-Zertifikat: DE-ÖKO-039
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 24.09.2018, Copyright Christoph Raffelt und Vinaturel:

Information zum Wein:

Der Weinberg wird 1290 erstmals als »an frauwenhalten« erwähnt und war damals im Besitz eines Nonnenklosters. Er liegt 250 Meter hoch und ist geprägt von Kalkschotter auf reinem Kalkfelsen. Die Reben dieser exponierten Lage müssen sowohl mit Hitze als auch mit kühlem Wind umgehen können. Um an die Mineralstoffe zu gelangen, müssen die Reben sehr tief wurzeln.

 

Farbe:

mittleres Strohgelb

 

Nase:

Was biodynamische Wirtschaftsweise und die Suche nach dem puren Terroir für einen Effekt haben können, merkt man beim Großen Gewächs aus dem Frauenberg. Man kann sich schon beim Schnuppern lebhaft vorstellen, welch bemerkenswerter Weinberg sich da preisgibt. Zunächst findet man hier eine leichte Oxidationsnote und so etwas wie Brüsseler Gose, ein Sauerbier mit milchsaurem und hefigem Geschmack. Doch wenn der Riesling die ersten Minuten im Glas hinter sich hat, lebt er auf und kommt zu sich. Der Frauenberg lebt von seiner phenolischen Note, von herb würzigen und kräutrigen Noten wie Koriander-Samen, Curryblättern und Süßholz. Was die Frucht angeht, so hält sich diese vornehm im Hintergrund und blitzt nur hier und da einmal auf. Etwas Zitrone kann man verorten, auch Pfirsich und Aprikose.

 

Mund:

Am Gaumen dann wird es straff und erneut phenolisch. Die Säure zieht einen Spannungsbogen vom ersten Moment des Kostens an bis ins lange Finale. Dazwischen gibt es zitrische Noten. Auch rotbeerige Kräuter und nasser Stein ziehen an einem vorbei, ferner etwas heller Tabak und Kräuter. Der Wein bleibt lange präsent dank der straffen Säure und der damit verbundenen lebendigen Mineralik. Er steht noch ganz am Anfang seiner Entwicklung und freut sich über Zeit im Keller oder Zeit in der Karaffe.



Speiseempfehlungen von Christoph Raffelt:


 
Parse Time: 0.725s