Tarlant , Champagne

Zero Brut Nature, Base 2014

Champagner, 750ml, Pinot Noir/Spätburgunder, Chardonnay

 
Zero Brut Nature, Base 2014 Print informations
Artikelnummer 9920310056
Residual sugar M
Drink temperature 10°
Alcohol Content 12,0%
Sweetness 0 g/l
Manufacturer Champagne Tarlant, 51480 Oeuilly / Epernay / France
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 31.08.2022, Copyright Marian Henß und Vinaturel:

Info:

Die Geschwister Mélanie und Benoît Tarlant betreiben dieses familiäre Traditionsweingut im Vallée de la Marne heute biologisch. Die Familie ist seit 1687 im Weinbau tätig. Jede der zahlreichen Parzellen wird separat vinifiziert und ausgebaut. Ca. fünfzig Prozent davon werden im Holzfass vergoren. Auf eine malolaktische Gärung wird bewusst verzichtet.

Als Basis dient der Jahrgang 2014 sowie ein hoher Anteil an Reserveweinen. Die Assemblage besteht aus 32% Pinot Noir, 32% Chardonnay, 32% Pinot Meunier sowie in Summe 4% der seltenen Petit Meslier, Arbanne und Pinot blanc. Nach fast sechs Jahren auf der Flasche wurde Zero Brut Nature im Februar 2021 degorgiert. Die Dosage ist bei null Gramm angegeben.

 

Farbe:

Leuchtendes Strohgelb mit goldenen Reflexen, sehr lebendige feinperlige Perlage, langanhaltende Mousseux

 

Nase:

Die Nase zeigt deutlich, wer hinter dieser Perle steckt. Dieser weinige Stil ist so unverfälscht und ehrlich. Mélanie und Benoît Tarlant sind wahre Handwerker und Terroir-Einfänger. Seine klare, präzise Ausprägung verbindet steinige, erdige Anklänge sowie das lange Hefelager. Zitronenabrieb, Marille und Pfirsich wirken neben gelben Äpfeln wohl dosiert und nicht plakativ. Dezent rauchige Anklänge zeigen seinen Purismus. Assoziationen an feines Hefegebäck sowie mit reichlich Butter bestrichenes – natürlich getoastetes – Brioche besänftigen hier die Gemüter. Der Zero Brut Nature offenbart zusätzlich feine Aromen von getrockneten Kräutern. Ganz schwach lässt er an Austernschale denken.

 

Gaumen:

Diesem Schluck sehnt man ab dem Einschenken entgegen. Der präzise, klare Eindruck bestätigt sich deutlich. Er lebt von frechen Säurespitzen. Sein steiniger, kreidiger Eindruck kommt dazu wunderbar zur Geltung. Eine Brise Salz lässt grüßen. Die zitrische Frische kommt aromatisch bestens neben den herbalen und etherischen Aromen zur Geltung. Die romantischen Gedanken an Butter und Gebäck haben sich am Gaumen komplett verflüchtigt. Er wirkt straff, klar und sauber ohne auch nur ein Gramm unnötiges Fett. Im Nachhall wirken dann die maritimen Momente deutlicher. Herrlich animierend und fordernd zugleich.



Speiseempfehlungen von Marian Henß:

  • Pochierter Steinbutt, Estragon-Beurre Blanc, cremige Pastinake
    (Fisch)
  • Gedämpfte Mairübchen mit Minze-Rosmarin-Vinaigrette sowie Knusperreis
  • Rote Linsen mit Aubergine, Tomate und Petersilien-Pesto

 
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