de l'Enclos , Burgund

Chablis 1er Cru Vau de Vey

Chardonnay, 2019, 1500ml

 
Chablis 1er Cru Vau de Vey Print informations
Artikelnummer 9910310045
Residual sugar M
Drink temperature 11°
Alcohol Content 14,0%
Manufacturer Domaine de l'enclos, 1 rue du Puits, 89800 Chablis / France, Bio-Zertifikat: FR-BIO-01
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 19.10.2021, Copyright Marian Henß und Vinaturel:

Info:

Die Domaine de l´enclos der Brüder Romain und Damien Bouchard ist erst 2006 gegründet worden. Die Lagen kommen größtenteils aus dem Familienbesitz der Eltern, die zuvor unter dem Domaine Pascal Bouchard firmierten. Entsprechend verfügen sie über eigene Weinberge, die sie seit 2007 auch ökologisch bewirtschaften.  In 2019 herrschte nach dem Frühjahrsfrostrisiko ein angenehm entspannter Jahrgangsverlauf. Nahezu langweilig und ganz ohne Pilzdruck. Entsprechend ausgewogen zeigt sich dieser Jahrgang im Glas.

Ganze 2,77ha besitzen die Bouchard-Brüder in der Premier Cru-Lage Vaux de Vey. Gepflanzt wurden diese bereits 1979. Die Lage ist ihr mit Abstand größter Teil und dies auch noch an einem zusammenhängenden Stück. Auf knapp 220m Länge und mit 40% Hangneigung ist sie Richtung Osten-Südosten exponiert. Entsprechend zählt Vaux de Vey eher zu den kühleren Lagen. Im oberen Part findet man mehr Kalk, Kreide mit weniger Auflage und unten vor allem Lehm. Der Ausbau erfolgt für 18 Monate sowohl im Stahltank als auch im Eichenholzfass.

 

Farbe:

Zartes Strohgelb, grünliche Reflexe

 

Nase:

Die Nase zeigt sich zunächst zurückhaltend und schüchtern. Chablis lebt ja ohnehin eher vom Mundgefühl. Etwas Zitronen-Tarte und karamellisierte Quitten. Zesten von Orangen und Zitronen. Gedörrte Aprikosen und Datteln. Gehobelte Mandel und Mürbeteig liefern nussige, hefige Akzente. Der Duft von Butterscotch und leicht braun gebackenen Kokosmakronen zaubern ein Lächeln ins Gesicht. Ganz verhalten lässt sich Eukalyptus sowie etwas Wacholder erspüren.

 

Gaumen:

Im Antrunk zeigt er eine intensive Gelbfruchtigkeit. Weich, warm und von einem wohlwollenden, breit aufgestellten Mundgefühl geprägt. Auf der einen Seite reichlich Frucht, leicht zu verstehen und zugänglich. Dann kalkig, linear und von einer feinen, kühlen Mineralität geprägt. Man könnte dies auch als salzig bezeichnen. Die Säure setzt zuletzt ein und bricht ihn sanft auf. Völlig ohne Aggressionspotenzial verschafft die Säure im Platz und Länge. Im Nachhall kommen die Aromen der der Nase ähnlich zur Geltung. Mit viel Saftigkeit und gutem Trinkfluss versehen, zeigt der Vau de Vey deutlich die Stärken seiner Rebsorte und Herkunft auf.



Speiseempfehlungen von Marian Henß:

  • Wolfsbarsch aus dem Ofen mit Fenchel und roten Zwiebel sowie Petersilienkartoffeln
    (Fisch)
  • Frühlingsrisotto mit Lauch und Kalmaren
  • Schwarze Linsen mit Kokos, Minze und Limette

 
Parse Time: 1.041s