Roc des Anges , Roussillon

Llum, Côtes Catalanes blanc IGP

Grenache grau, 2020, 750ml, Macabeu

 
Llum, Côtes Catalanes blanc IGP Print informations
Artikelnummer 9910235055
Residual sugar M
Drink temperature 11°
Alcohol Content 12,5%
Manufacturer Marjorie et Stéphane Gallet, 1 Route de Montner, 66720 Latour de France / France, Bio-Zertifikat: FR-BIO-10
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 04.10.2021, Copyright Sebastian Bordthäuser und Vinaturel:

Marjorie und Stéphane Gallet lernten sich auf der Agrarhochschule in Perpignan kennen, gingen jedoch erst einmal getrennte Wege. In 2003 lieh sie sich Geld von Freunden und machte sie sich damit selbständig. Das namengebende Areal rund ums Weingut hieß eigentlich Roc Blanc, benannt nach einer weissen Quartzader, die aus dem schwarzen Schiefer herausragt. Marjorie entschied sich jedoch für die Umbenennung in Roc des Anges: Engelsfelsen. Mittlerweile gehört die Kellerei zu den ersten Adressen der Region und umfasst 30 Hektar Reben auf einem Mosaik unterschiedlicher Böden.

Der Llum ist eine Cuvée aus jungen und alten Reben von Grenache Gris und Macbeu, gepflanzt zwischen 1919 und 2008. Gewachsen auf sehr kargen Schieferböden ohne Tonanteil verleihen sie dem Wein seinen typisch kristallinen und mineralischen Charakter.

 

Farbe:

Helles Strohgelb mit silbern auslaufendem Rand.

 

Nase:

In der Nase zeigt sich der Llum nach der Füllung stets zaghaft, fast wortkarg und lässt sich ohne falsche Arroganz nur zwischen den Zeilen entschlüsseln. Alles, was er derzeit anbietet dient quasi nur als Platzhalter für sein Potential und seine weitere Entwicklung. Die Macabeu reserviert die olfaktorische Liege schonmal mit ihrem Handtuch, ohne jedoch am Pool zu erscheinen und auch die Grenache Gris wird derzeit nur avisiert durch ein paar persönliche Gegenstände am Platz. Dennoch scheint hier alles am rechten Fleck, kurz bevor es richtig losgeht. Über allem weht der saline Duft des nahen Meeres.

 

Mund:

Der 2020 Llum von Roc des Anges präsentiert sich auch am Gaumen derzeit nur als Skizze eines Weines, der alsbald zu voller Größe erblüht. Fest und geschlossen am Gaumen mit hoher Vibration und Spannung am Gaumen wirkt er wie ein Monolith, dessen Konturen noch freizulegen sind. Die Säure ist elegant verwoben, aromatisch ist er eher wortkarg mit etwas Süßholz neben der eindeutig salinen Prägung. Ein Wein, der uns bereits in wenigen Monaten reichhaltig belohnen wird.



Speiseempfehlungen von Sebastian Bordthäuser:

  • Mediterrane Frühlingsröllchen im Brickteig mit Fenchel, Tropea Zwiebel und Karotte mit roter Spitzpaprika-Sauce
  • gegrillte Schwertmuscheln mit gehobelter Gurke, Kohlrabi und Dill-Öl
  • Spanferkel Kotelettes mit Chimichurri

 
Parse Time: 0.936s