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Spanien  •  Rioja
Jahrgang
Volumen in ml
2017  /  750 ml

Farbe:

Dichtes Kirschrot mit zartvioletten Reflexen im Glas.

 

Nase:

Die Nase öffnet sich dunkel und tief, getragen von einer konzentrierten, aber niemals schweren dunklen Frucht: Pflaume, Süßkirsche und Schattenmorelle bilden das Rückgrat, flankiert von Brombeere, Heidelbeere und Cassis. Diese Frucht wirkt nicht üppig, sondern wird sofort von einer feinen, kalkig-steinigen Finesse eingefangen, die auf kühlen Untergrund und präzise Herkunft verweist. Sehr klar zeigt sich der Tempranillo-Charakter mit Anklängen von geröstetem Kaffee und dunkler Schokolade, dazu reichlich Lakritz. Auf der etherischen Ebene treten Eukalyptus, Rosmarin und Wacholder hinzu, begleitet von schwarzem Pfeffer, Unterholz und Zedernholz – Zigarrenkiste, kalter Rauch. Alles ist bemerkenswert ausgewogen, elegant verschränkt und bewusst schlank gehalten: eine zeitgemäße, filigrane Interpretation von Rebsorte, Region und Ausbau, ohne jede Überzeichnung

 

Gaumen:

Am Gaumen lebt der Wein von einer griffigen, präzisen Säurestruktur und einer feinen, mineralischen Spannung. Das Tannin zeigt sich zart, sehr elegant, mürbe und weich, perfekt eingebunden und haptisch feinmaschig. Die Frucht ist präsent, aber deutlich zurückhaltender als in der Nase; sie trägt, ohne zu dominieren. Würzige, erdige und ätherische Komponenten stehen hier klarer im Vordergrund und geben dem Wein Tiefe und Kontur. Insgesamt ein sehr stimmiges, in sich geschlossenes Gesamtkonstrukt: saftig und zugleich bissig, griffig und dennoch von großer Zartheit. Das Nachhallen greift diese Balance erneut auf – Frucht nur leise im Hintergrund, während das Steinige, Kühle, Frische und Elegante die Führung übernehmen und lange nachklingen.

Verkostet im Dezember 2025

Author Marian Henß
Kurzvita Marian Henß:

Marian Henß hat viele Jahre in der Sternegastronomie in leitender Funktion und verschiedene Konzepte begleitet. Im Rahmen seiner internationalen Tätigkeiten konnte er seinen Erfahrungsschatz breit aufstellen. Unterschiedliche weitere Engagements rund um das Thema runden sein Profil ab. Heute arbeitet er als selbständig als Sommelier sowie in der Beratung von Privat- und Firmenkunden.

Gebratene Portobello-Pilze mit Rosmarin, schwarzem Pfeffer und Beluga-Linsen

Ofenkürbis mit Wacholder, Thymian und leicht geräuchertem Joghurt

Hirschragout mit Wacholder, gebackener Polenta-Schnitte und montierter Jus

Author Marian Henß
Kurzvita Marian Henß:

Marian Henß hat viele Jahre in der Sternegastronomie in leitender Funktion und verschiedene Konzepte begleitet. Im Rahmen seiner internationalen Tätigkeiten konnte er seinen Erfahrungsschatz breit aufstellen. Unterschiedliche weitere Engagements rund um das Thema runden sein Profil ab. Heute arbeitet er als selbständig als Sommelier sowie in der Beratung von Privat- und Firmenkunden.

Remirez de Ganuza

Fernando Remírez de Ganuza hatte sich bei der Gründung der Bodega im Jahre 1989 ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Eines Tages den besten Wein der Region zu machen. Seine damalige Tätigkeit als Grundstücksmakler half ihm, die besten und ältesten Weinberge zu kaufen. Seine akribische und nachhaltige Arbeitsweise hat sich ausgezahlt. Robert Parker Jr. hat die Bodega bereits als das spanische Pendant zu Château Latour betitelt. Eine Besonderheit ist die Selektion der Reben. Für die Reserva-Weine werden nur die Schultern der Reben verwendet, da diese mehr Konzentration und Eleganz bieten. Die Spitzen wandern in den in Deutschland nicht erhältlichen Jungwein. Beim Trasnocho wird zusätzlich ein mit Wasser gefüllter Membransack verwendet, der über Nacht (Trasnocho) die Trauben besonders schonend presst, ohne dass dabei die Traubenkerne aufplatzen.