Farbe:
m Glas zeigt sich ein intensiv leuchtendes Strohgelb mit zarten Rosé-Reflexen und hellen Lichtspielen.
Nase:
Die Aromatik wirkt satt, intensiv und von faszinierender Blösigkeit getragen. Exotische Gewürznoten – Kurkuma und Purple Curry – verleihen der Nase einen orientalisch anmutenden Charakter. Dazu gesellt sich ein reicher Fruchtfächer von Mirabelle, Pfirsich und Aprikose bis hin zu gegrillter Ananas und unreifer Mango. Unterlegt wird dies von einer noblen Bäckernote: warmes Brioche mit Salzbutter, mürber Teig, Tarte Tatin – stets von einer feinen karamellisierten Ader durchzogen. Kandierter Ingwer sowie Anklänge getrockneter Kräuter wie Majoran und Salbei runden das Bild ab. Alles wirkt kühl, straff und filigran, auf einem klar kreidigen Fundament stehend.
Gaumen:
Der Auftakt präsentiert sich kernig und vibrierend, mit saftiger Spannung und eindrucksvollem Gerbstoffgriff. Die markante, präzise Säurestruktur bestimmt den Rhythmus und lenkt die Frucht in den Hintergrund, wodurch die Textur und das Terroir unverstellt in den Vordergrund treten. Am Gaumen zeigen sich dichte, phenolische Strukturen ohne Schmelz, aber mit spürbarer Energie. Noten von gegrillter Ananas, unreifer Mango, kandiertem Ingwer und getrockneten Kräutern bleiben dezent eingebettet, während die Säure den Wein in die Länge zieht und Raum für Mineralität und würzige Akzente schafft. Im Nachhall treten erneut orientalische Anklänge hervor, die dem Wein einen unverwechselbaren Charakter verleihen.
Tasted in August 2025
Tarlant
Die Geschichte der Tarlants als Winzerfamilie geht bis in das Jahr 1687 zurück. Jetzt stehen Benoît Tarlant, zuständig für Weinberge und Keller, und seine Schwester Melanie, die sich um Marketing und Export kümmert, in der 12. Generation an der Spitze und leiten die Geschicke des Hauses. Die Weinberge verteilen sich auf 55 Parzellen mit einer jeweils ganz einzigartigen Bodenstruktur und einem individuellen Mikroklima. Kalk, Mergel, Sand und Kieselsteine prägen in ganz unterschiedlichen Mischverhältnissen die Böden. Um möglichst terroirspezifische Champagner zu erhalten, wird jede Parzelle einzeln gepresst und vinifiziert. Auf eine malolaktische Vergärung wird verzichtet. Die Champagner reifen dann durchschnittlich für fünf Jahre auf der Hefe, die großen Lagen-Champagner bis zu 16 Jahre. Um die Ursprünglichkeit der Weine zu erhalten, wird die Dosage nur sehr sparsam eingesetzt.






















