Farbe:
Transparentes Rubinrot.
Nase:
Duftig und floral eröffnet die Nase und erinnert an Stockrosen, Malven und Veilchen, bevor der obligatorische Fruchtkorb sich mit Kirschen aller Couleur füllt. Mit großzügigem Naturell öffnet er sich schnell im Glas und zeigt sich in voller Pracht. Zu den fruchtigen und floralen Aromen kommen ätherisch-balsamische Noten nach Leder, Minze, Tabak und dezent mineralische Noten mit etwas Orangenzeste in der Kopfnote.
Mund:
Am Gaumen ist der 2023 Fausoni von Sottimano saftig und ausladend, mit klar konturierter Kirschfrucht und würzigem Framing. Die jugendlichen Gerbstoffe wirken fein poliert und geben ihm seine seidige Textur bei vibrierender Spannung. Seine reife, gut eingebundene Säure erhellt den Gaumen in sattem Rubin und verleiht ihm seine straffe, strukturierte und präzise Linie, die ihn ins lange, würzig-frische Finish mit langem Nachhall begleitet.
Tasted in June 2026
Rote-Bete-Quiche mit geräuchertem Schmand
Gebratener Zander in Rotweinbutter mit sautierten bunten Beten
Wildschweinrücken mit geschmorten Pilzen und Polenta
Sottimano
Die Geschichte des Weinguts Sottimano in Neive ist von Beginn an eine besondere. Als Rino Sottimano Ende der 1960er sein Önologiestudium abgeschlossen und sein Weingut gegründet hat, war ihm von Beginn an klar, dass er im Weinberg würde biologisch arbeiten wollen. Diese frühe Entscheidung kommt seinen Kindern Andrea, Elena und Claudia heute zugute. Die Weinberge wie Cottà, Curra, Fausoni, Basarin und Pajorè sind in einem hervorragenden balancierten Zustand. Seit einigen Jahren verzichtet Andrea Sottimano komplett auf Barriques und Tonneaux. Stattdessen findet man große Holzgärständer und Botti im Keller und die Weine werden mit „submerged cap maceration“ vergoren, einer Art von subtiler Vergärung wie beim Beutel im Tee. Das merkt man den Barbaresci an, die immer feiner und eleganter geworden sind in den letzten Jahren. Dabei sind sie so offenherzig, zugewandt und lebendig wie die drei Geschwister Sottimano.


































