
- ÖSTERREICH
- KAMPTAL
Loimer
Das Weingut
Fred Loimer - Der Terroirist
Eigentlich müsste Fred Loimer von Beruf Geologe sein. Das Terroir, das er im Kamptal und in der Thermenregion bespielt, ist so vielfältig, dass man gut den Überblick verlieren könnte. Versuchen wir uns doch mal einen Überblick zu verschaffen. Das Weingut liegt in Langenlois, der zentralen Gemeinde im Anbaugebiet. Von Norden kommt der Kamp aus dem Waldviertel und bringt die kühle Luft mit, so dass die Nachttemperaturen oft empfindlich kühl sind. Nach Süden öffnet sich das Kamptal zum Pannonischen Becken und bekommt die volle Ladung Sonne ab. Dadurch ist die Amplitude zwischen Tag- und Nachttemperatutren hier so hoch, wie sonst nirgends in Österreich, was der Aromaausprägung der Trauben zugute kommt.
Auf einen Blick
- Langenlois: große Tag-Nacht-Amplitude
- Böden von Gneis und Rhyolith bis Löss und Kalk
- Zweites Standbein in Gumpoldskirchen
- Stil: authentisch, tiefgründig, nie fett
Vom Kamptal zur Thermenregion
Auch geologisch liegt das Kamptal in einem extremen Übergangsbereich. Im nördlichen Teil dominiert das Grundgebirge der böhmischen Masse mit Gneis, Glimmerschiefer und im Heiligenstein auch Arkosen (metamorphe Sandsteine) und vulkanischen Rhyolith. Zum Pannonischen Becken hin sind die Gesteine oft meterdick von eiszeitlichem Löss überweht worden, und zur Donau hin findet man dicke Schotterterrassen der Urdonau.
Und als ob die Vielfalt des Kamptals nicht genug wäre, bewirtschaftet Fred Loimer noch ein Weingut in Gumpoltskirchen in der Thermenregion, wo extrem kalkhaltige Böden vorherrschen und ein deutlich feuchteres und doch warmes Klima. Der Mann muss absolut multitaskingfähig sein. Was er an Qualitäten aus diesen so unterschiedlichen Herkünften rausholt ist mehr als bemerkenswert. Es ist ein wahrer Genuss die unterschiedlichen Grünen Veltliner miteinander zu vergleichen oder die drei Top-Lagen-Rieslinge nebeneinander zu verkosten. In Gumpoltskirchen zeigen die Weine wie ähnlich die Thermenregion dem Burgund ist. Alle Weine, egal von welchem Terroir, sind immer authentisch, tiefgründig und komplex, dabei nie fett oder laut.



VINATUREL
Alle Weine, egal von welchem Terroir, sind immer authentisch, tiefgründig und komplex, dabei nie fett oder laut.
Sortiment ·
Die Weine von Loimer
Der Index zur Trockenheit, bzw. zur Süße des Weines berücksichtigt die gesamte Struktur des Weines und kombiniert dabei Restzucker, Säuregehalt und Alkoholgehalt. Es geht hierbei nicht um Laboranalysen, sondern um das subjektive Empfinden von Süße auf dem Gaumen. Die Daten stammen von den Weingütern selbst und werden bei unseren Verkostungen geprüft.
Trocken
Rein technisch gesehen nicht völlig trocken aber keine Süße auf dem Gaumen, eventuell etwas runderer Abgang
Mittlere Süße, insbesondere bei jungen Weinen. Teilweise reduziert sich die Süße mit dem Reifeprozess
Süßlicher Wein
Hohe Süße wie bei einem Vendages Tardive, jedoch ohne die durch die Edelfäule* verursachte Reichhaltigkeit
Die Vendages Tradives (Elsässer Spätlese), unterliegen strenger staatlicher Kontrolle. Bei den überreif geernteten Trauben muss das alkoholische Potential mindestens 15,3% betragen (118 Oechsle). Ein Zuckerzusatz (Chaptalisation) ist nicht erlaubt.
Zum Charakter der Grand Cru Rebsorten kommt hier der Zuckergehalt und die Konzentration durch die Edelfäule.
Bei der Sülection de Grains Nobles (Elsässer Trockenbeerenauslese), werden ausschließlich von Edelfäule befallene Trauben verwendet.
Das alkoholischen Potential muss mindestens 18,20% (134,8 Oechsle) betragen. Im Vergleich zu den Vendages Tardives sind die Weine noch wuchtiger und konzentrierter. Diese Meisterwerke der Winzerkunst bieten ein lang anhaltendes Geschmackserlebniss.
* Edelfäule (Botrytris cinerea) auch als Grauschimmel oder Edelfäulpilz bezeichnet ist ein Pilz der reife Weintrauben bei feuchtem und gleichzeitig warmen Herbstwetter befallen kann. Der Schimmelpilz perforiert die Schalen der Trauben und fördert damit die Verdunstung was zu einer Konzentration der Aromen des Weines führt. Außerdem verbraucht er wesentlich mehr Säure als Zucker und fördert dadurch die Süße des Mostes (bis zu 45% Zuckergehalt).
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