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Pian dell'Orino
Das Weingut
In direkter Nachbarschaft zu Biondi-Santi haben sich die Südtiroler Winzerin Caroline Pobitzer und ihr deutscher Ehemann, der Önologe Jan Hendrik Erbach, auf diesem ehrwürdigen Terroir niedergelassen. Die Böden bieten ideale Voraussetzungen für Sangiovese, um komplexe, finessenreiche Weine voller Tiefgründigkeit entstehen zu lassen. Die vier unterschiedlichen Lagen erfordern eine ganz individuelle Arbeit in den Weinbergen und bei der Vinifikation. Jan schafft es mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks, aus seinen 6,5 ha Weinbergen die ganze Vielfalt des Terroirs in seine Weine zu zaubern. Die Frische seiner Weine beglückt immer wieder aufs Neue. Dieser neue Stil begeistert voll und ganz, zeigt er doch ein ganz neues Potenzial von Sangiovese grosso: Saftige, vollmundige Weine voller Schmelz und zartem Tannin.
Auf einen Blick
- Caroline Pobitzer und Jan Hendrik Erbach
- Nachbar von Biondi-Santi, vier Lagen
- Spontangärung ohne Reinzuchthefen und Zusätze
- Stil: frisch, saftig, mit zartem Tannin
Brunello di Montalcino DOCG 2010 - Bassolino di Sopra
Der ausgezeichnete Lagen-Brunello wird nur in besonderen Jahren hergestellt. 2008 und 2009 wurde dieser nicht produziert - ebenso in den Jahren 2011 und 2013 wird es keinen geben. Die nächsten Jahrgänge werden dann 2012 und 2015 sein. Es gibt weltweit nur 2.500 Flaschen der Grösse 750ml, plus 255 Magnum und 15 Doppelmagnum Seit dem Jahrgang 2004 werden die Weinberge nach verschiedenen Gesichtspunkten klassifiziert. Jede Weinqualität ist seither an einen bestimmten Rebberg, bzw. Teil eines Rebbergs gebunden.
Geologische, pedologische, lithologische Werte, sowie Bodentextur, Hangneigung, Wasserversorgung sind nur einige der hierfür in Betracht gezogenen Parameter. Um diese hauseigene Lagenklassifizierung kohärent zu formulieren haben wir für unseren Lagen-Brunello di Montalcino den Namen „Bassolino do Sopra“ gewählt. Hierbei stammen die Trauben für den Brunello Cru „Bassolino di Sopra“ jahrgangsunabhängig immer aus dem oberen Teil unseres Weinberges Pian Bassolino. Die Cru-Lage Bassolino di Sopra liegt auf einer Höhe von 370-390 m

VINATUREL
Die Frische seiner Weine beglückt immer wieder aufs Neue.

Boden
Klima
Danach stiegen langsam und sehr moderat die Temperaturen. Der Juni verlief von einigen Schauern abgesehen sehr zum Wohle der Weinberge. Maximale Temperaturen von 31 °C erhitzten erst um den Monats-wechsel hinein in den Juli die Weinberge. Selbst in den sonst so heissen Juliwochen konnten wir bei Maximal-temperaturen von 34°C recht angenehm und ohne Hitzestress in den Reben arbeiten. Im August stieg das Thermometer nicht mehr über diese 34°C an. Zum Ende des Monats kappten erste stärkere Sommerregen dann auch noch die letzten Temperaturspitzen. Einzig der Druck des falschen Mehltaus (Peronospora) hielt uns selbst noch im August auf Trab. Geiztriebe mussten verstärkt ausgebrochen werden, um so einerseits die Durchlüftung in der Traubenzone zu verbessern, zum Anderen aber auch, um die hohe Infektionsgefahr der jungen Blätter zu kontrollieren.
Der September zeigte sich dann von seiner schönsten Seite. Kühlere Nachttemperaturen und doch sonniges und recht warmes Wetter förderten in diesem Jahr eine herrliche Ausreifung der Polyphenole wie auch der Aromen. Es war also ein klimatisch gemäßigtes Jahr ohne die sonst.möglichen.Wetter-extreme. Die Trauben konnten zu guter letzt lange am Stock reifen. Dadurch hat sich die vielversprechende qualitative Veranlagung der Trauben aus dem Jahresverlauf heraus bis zur Ernte entfalten können und gelangte genau so dann letztlich auch in die Gärfässer. Alleine schon der ästhetische Aspekt einer jeden einzelnen Traube ließ uns in 2010 fasziniert zurück. Dieser Jahrgang ist und bleibt uns als ein wunderbares Geschenk der Natur in Erinnerung.
Weinbereitung
Wie jedes Jahr wurden alle geernteten Trauben nach dem Abbeeren auf dem Sortiertisch nochmals per Hand sorgfältig kontrolliert und selektioniert. Die abgebeerte Maische fing erst nach zwei Tagen mit der Gärung an. Die Spontanvergärung verlief dann relativ langsam, aber kontinuierlich und brauchte über sechs Wochen bis der letzte Zucker vergoren war. Dabei erreichte die gärende Maische eine maximale Temperatur von 33°C. Nach der Gärung lag der Jungwein noch für 5 Wochen im Gärfass auf der Maische, bis dann Ende der letzten Novemberwoche die Abpressung erfolgte. Der biologische Säureabbau setzte schon in die abklingende alkoholische Gärung.in.den Gärfässern.ein. Danach reifte der Wein in einem Holzfass der Größe von 25 hl über einen Zeitraum von 45 Monate.
Im Verlauf der Weinbereitung kamen weder Reinzuchthefen, industriell erzeugte Enzyme, Bakterien oder andere Zusätze zum Einsatz, um so den Geschmack und die Typizität der Weinberge zu erhalten, in denen unsere Weine ihren Ursprung haben.
Sortiment ·
Die Weine von Pian dell'Orino
Der Index zur Trockenheit, bzw. zur Süße des Weines berücksichtigt die gesamte Struktur des Weines und kombiniert dabei Restzucker, Säuregehalt und Alkoholgehalt. Es geht hierbei nicht um Laboranalysen, sondern um das subjektive Empfinden von Süße auf dem Gaumen. Die Daten stammen von den Weingütern selbst und werden bei unseren Verkostungen geprüft.
Trocken
Rein technisch gesehen nicht völlig trocken aber keine Süße auf dem Gaumen, eventuell etwas runderer Abgang
Mittlere Süße, insbesondere bei jungen Weinen. Teilweise reduziert sich die Süße mit dem Reifeprozess
Süßlicher Wein
Hohe Süße wie bei einem Vendages Tardive, jedoch ohne die durch die Edelfäule* verursachte Reichhaltigkeit
Die Vendages Tradives (Elsässer Spätlese), unterliegen strenger staatlicher Kontrolle. Bei den überreif geernteten Trauben muss das alkoholische Potential mindestens 15,3% betragen (118 Oechsle). Ein Zuckerzusatz (Chaptalisation) ist nicht erlaubt.
Zum Charakter der Grand Cru Rebsorten kommt hier der Zuckergehalt und die Konzentration durch die Edelfäule.
Bei der Sülection de Grains Nobles (Elsässer Trockenbeerenauslese), werden ausschließlich von Edelfäule befallene Trauben verwendet.
Das alkoholischen Potential muss mindestens 18,20% (134,8 Oechsle) betragen. Im Vergleich zu den Vendages Tardives sind die Weine noch wuchtiger und konzentrierter. Diese Meisterwerke der Winzerkunst bieten ein lang anhaltendes Geschmackserlebniss.
* Edelfäule (Botrytris cinerea) auch als Grauschimmel oder Edelfäulpilz bezeichnet ist ein Pilz der reife Weintrauben bei feuchtem und gleichzeitig warmen Herbstwetter befallen kann. Der Schimmelpilz perforiert die Schalen der Trauben und fördert damit die Verdunstung was zu einer Konzentration der Aromen des Weines führt. Außerdem verbraucht er wesentlich mehr Säure als Zucker und fördert dadurch die Süße des Mostes (bis zu 45% Zuckergehalt).
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