Farbe:
Blasses Strohgelb mit zart hellen Reflexen und einem klaren, zurückhaltenden Erscheinungsbild.
Nase:
Die Nase zeigt sich duftig und ausgesprochen floral, geprägt von Margerite und Lindenblüte. Gerade diese floralen Akzente bestimmen den Charakter des Weines, ohne dabei jemals laut oder parfümiert zu wirken. Vielmehr bleiben sie fein, leise und elegant und ziehen sich wie ein roter Faden durch das gesamte Duftbild. Die Frucht bewegt sich ebenfalls auf der hellen, zurückhaltenden Seite: frisch geschnittene Birne, Aprikose und weißer Pfirsich, dazu ein zarter Hauch Cantaloupe-Melone. Nichts davon drängt sich in den Vordergrund; die Frucht begleitet vielmehr die florale Aromatik und gibt ihr eine saftige, zugängliche Kontur. Dahinter entwickelt sich eine feine nussige Komponente von frisch geschnittenen Mandeln und Macadamianuss. Etwas Unterholz bringt einen markanteren, herben Gegenpol hinein und verleiht der ansonsten sehr hellen Aromatik zusätzliche Kontur. Dazu kommen frische Kräuter, insbesondere Majoran und Kerbel, die den Wein noch einmal auf eine grüne, feinwürzige Seite ziehen. Insgesamt bleibt die Nase dabei stets ruhig und ausgewogen – floral, hellfruchtig, nussig und kräutrig, ohne dass eine einzelne Komponente zu dominant wird.
Gaumen:
Am Gaumen ist der La Manina schlank, leichtfüßig und herrlich unkompliziert unterwegs. Die Frucht bleibt zart und hell und verbindet sich erneut sehr harmonisch mit den floralen Akzenten. Besonders schön kommt nun die herbe, leicht bittere Seite des Weines zur Geltung, die ihm Griffigkeit und einen animierenden Zug verleiht. Dabei bleibt alles leise, unaufgeregt und unaufdringlich. Der Wein will weder mit Kraft noch mit Konzentration beeindrucken, sondern lebt von seinem mühelosen Trinkfluss und einer ausgesprochen charmanten Nonchalance. Er fließt leicht über den Gaumen, besitzt dennoch genügend Grip und Struktur, um nicht beliebig zu wirken. Im Nachhall bleibt er seiner Linie treu: hell, leicht und unkompliziert, mit feiner Frucht, floralen Anklängen und einem zart herben Abschluss. Ein animierender Weißwein, dessen Stärke gerade darin liegt, wie selbstverständlich und unangestrengt er sich präsentiert.
Tasted in September 2026
Schlutzkrapfen mit Spinat und Topfen, brauner Butter und Schnittlauch
Südtiroler Käseknödel mit Krautsalat
Forelle Müllerin mit Petersilienkartoffeln und Zitrone
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Manincor
Hat man vor Jahren die Trauben noch bei der Genossenschaft abgeliefert, so ist sich Graf Goëss-Enzenberg der Qualität seiner Weinberge bewusst geworden und hat den Entschluss gefasst, die Weine selbst zu keltern. Und die Qualität seiner Weine hat ihm Recht gegeben. Manincor hat sich zu den absoluten Top-Betrieben in Südtirol gemausert, der mittlerweile weit über die Landesgrenzen in Europa und der restlichen Welt einen exzellenten Ruf genießt. Unter dem neuen Weingutsdirektor, Helmuth Zozin, der 2008 die Leitung des Weinguts übernommen hat, hat Manincor nochmals einen deutlichen Schub nach vorn getan, was die Qualität und den Genuss der Weine anbelangt. Nicht zuletzt die konsequente Umstellung auf den biodynamischen Weinbau gibt den Weinen ihren letzten Schliff. Nur so, das ist die Grundüberzeugung der Weinmacher, offenbart sich die ganze Qualität des Terroirs.




























