La Dulce Quietud 2016-2020
Farbe:
Leuchtendes Goldgelb mit bernsteinfarbenen Reflexen.
Nase:
Schon beim ersten Riechen ein wahres Füllhorn an Aromen. Akazienblütenhonig und Rosinen eröffnen das Bild, begleitet von Heu, getrockneten Kräutern und einer intensiven Gewürzspur aus Nelke, Kardamom, etwas Zimt und einem feinen, entfernten Hauch Safran. Dazu kommt eine fast orientalische Kräutermischung, die an eine konzentrierte, würzige Küche erinnert. Getrocknete und kandierte Früchte prägen die Tiefe: Aprikose, Dattel, Feige, kandierte Zitronenzesten und Ingwer. Das Ganze erinnert in seiner Anmutung an türkischen Honig – fruchtig, dicht, würzig, mit einem Ausflug in fernöstliche Aromatik. Am Ende kehrt der Duft klar zu Rosinen zurück: intensiv, üppig, großzügig, dabei erstaunlich ausgewogen, gesund und wild zugleich. Deutlich wahrnehmbar sind außerdem harte, tiefe Noten von geriebenen Mandeln und gerösteten Haselnüssen, die dem Wein zusätzliche Tiefe verleihen.
Gaumen:
Am Gaumen setzt die Aromatik zunächst mit einer wilden, fast reibenden Spannung ein, bevor sich die Frucht klar und präzise entfaltet, ohne je zu überlagern. Die Balance wirkt bemerkenswert sicher: Die Süße bleibt gezügelt, während die Säure aktiv arbeitet und dem Wein Lebendigkeit verleiht. Angenehme Säuretropfen sorgen für Frische – ein Element, das bei Süßweinen dieser Stilistik oft fehlt, hier jedoch klar präsent ist. Kein sirupartiger Eindruck, sondern Tiefe und Fülle mit Struktur. In der Entwicklung zeigen sich Anklänge von Bananenchips, getrockneter und kandierter Mango sowie kandierter Ananas, die zunehmend Raum einnehmen. Honig – erneut Akazienblütenhonig – bleibt präsent, ebenso Rosine, dazu feine Richtungen von Ahorn, Kardamom und Safran. Insgesamt ein großer Süßwein mit aromatischer Tiefe, Spannung und bemerkenswerter Energie.
Tasted in January 2026
Elisenlebkuchen
Gebratene Entenstopfleber mit Pfirsichkompott und getoasteter Brioche
Apfel Crumble mit Zimt und Vanilleeis
Quinta de la Quietud
Die Geschichte des begnadeten Weinmachers Jean-François Hébrard liest sich spannender als ein Krimi. Bereits sein Großvater und sein Vater waren im Bordeaux als Winzer tätig. In seiner Heimat Bordeaux konnte Jean-François nach seinem Önologiestudium dann auch die ersten praktischen Erfahrungen sammeln. Es folgten Aufenthalte in Burgund und Zentralspanien, bis er schließlich in der Region Toro seinen Traum fand. Er erkannte sofort das Potenzial, welches die äußerst kargen Böden in Kombination mit alten Reben hervorbringen können. Er setzte von Beginn an auf biodynamische Praktiken, die er vorher bei dem Kultwinzer Laurent Combier, einem Pionier des ökologischen Weinbaus, erlernt hatte. Das Ergebnis sind reinsortige Spitzenweine.












