Farbe:
Helles Strohgelb, strahlend und klar.
Nase:
Glasklar zeigt sich der 2023 Schieferkristall Riesling trocken vom Karthäuserhof in der Nase. Neben der typischen Schiefermineralik in der Nase befindet sich der Wein auf der zitrischen Seite der Frucht und avisiert bereits eine gewisse Leichtigkeit. Weiße Johannisbeeren, ein blühender Zitronen-Hain und etwas nasse Tafelkreide nebst Bachminze umreißen ihn aromatisch und lassen die Lippen erwartungsfroh ans Glas führen.
Mund:
Mit kristallinem Schliff und glasklarem Antrunk fließt er wie kühles Gletscherwasser über den Gaumen. Mit hoher Vibration und Spannung erzählt er vom Schiefer, früher Lese, moderatem Alkohol und der unbeschwerten Leichtigkeit des Seins. Ein Riesling für die Aperitif Situation oder für ein paar Jahre Flaschenreife - ein echter OG Ruwer.
Tasted in April 2026
Fenchel-Salat mit Grapefruit, Kapern und Tropea
Sashimi
Tatar vom Kalb
Karthäuserhof
Der Karthäuserhof ist ein magischer Ort und die Monopollage Karthäuserhofberg legendär. Dem südexponierte Schiefer-Steilhang heizt die Sonne tagsüber gehörig ein. Aber nachts fließt die kalte Luft aus den umliegenden Hundsrückhöhen und kühlen ihn wieder ab. Der Boden besteht aus sehr tonmineralreichem, rotem Schiefer. Diese Konstellation aus Boden und Klima ist ungewöhnlich und sorgt für charaktervolle, einzigartige Weine mit dem Potential zu Weltruhm. Nach dem Rückzug von Christoph Tyrell hat sein Cousin Albert Behler das Weingut übernommen. Nach einer gewissen Zeit der Neuorientierung, wurde mit Mathieu Kauffmann ein großer Name der Weinbranche als Technischer Direktor verpflichtet. Schon mit seinem ersten Jahrgang hat er ein deutliches, qualitatives Ausrufezeichen gesetzt. Mutig setzt er auf biologischen Weinbau und experimentiert mit biodynamischen Praktiken. Es gibt wahrscheinlich wenig Orte an der Mosel, wo diese Ideen so gut umzusetzen sind.









