- FRANKREICH
- CHAMPAGNE
Emmanuel Brochet
Das Weingut
Emmanuel Brochet gehört zu jener Generation von Winzern, die das Bild der Champagne nachhaltig verändert haben. 1997 übernahm er die rund 2,5 Hektar große Familienparzelle Le Mont Benoît in Villers-aux-Nœuds und entschied sich, die Trauben nicht länger an große Häuser zu verkaufen, sondern seine eigenen Champagner zu erzeugen. Auf den von Kreide, Lehm und Schluff geprägten Böden wachsen Chardonnay, Pinot Noir und Meunier, darunter Reben aus den frühen 1960er-Jahren. Brochet bewirtschaftet seine Weinberge biologisch und mit großer handwerklicher Konsequenz; gelesen wird von Hand, die Grundweine vergären und reifen überwiegend im Holz, bevor die Champagner mit sehr geringer Dosage auf die Flasche kommen. Seine Weine suchen nicht die vordergründige Opulenz, sondern Spannung, Tiefe und die präzise Übersetzung eines kleinen, klar umrissenen Terroirs. Sie zeigen eine faszinierende Verbindung aus mineralischer Kühle, reifer Frucht, feiner Würze und salziger Frische und besitzen dabei eine bemerkenswerte Ruhe und Energie. Gerade diese kompromisslose Konzentration auf einen einzigen Ort macht Emmanuel Brochet zu einem der charakterstärksten Vertreter der heutigen Winzerchampagne: kleine Mengen, große Präzision und Champagner, die weit mehr erzählen als nur von Perlage und Eleganz.
Auf einen Blick
- Seit 1997 eigene Champagner
- Einzellage Le Mont Benoît
- Biologisch, Handlese, Ausbau im Holz
- Sehr geringe Dosage, salzige Frische
Sortiment ·
Die Weine von Emmanuel Brochet
Der Index zur Trockenheit, bzw. zur Süße des Weines berücksichtigt die gesamte Struktur des Weines und kombiniert dabei Restzucker, Säuregehalt und Alkoholgehalt. Es geht hierbei nicht um Laboranalysen, sondern um das subjektive Empfinden von Süße auf dem Gaumen. Die Daten stammen von den Weingütern selbst und werden bei unseren Verkostungen geprüft.
Trocken
Rein technisch gesehen nicht völlig trocken aber keine Süße auf dem Gaumen, eventuell etwas runderer Abgang
Mittlere Süße, insbesondere bei jungen Weinen. Teilweise reduziert sich die Süße mit dem Reifeprozess
Süßlicher Wein
Hohe Süße wie bei einem Vendages Tardive, jedoch ohne die durch die Edelfäule* verursachte Reichhaltigkeit
Die Vendages Tradives (Elsässer Spätlese), unterliegen strenger staatlicher Kontrolle. Bei den überreif geernteten Trauben muss das alkoholische Potential mindestens 15,3% betragen (118 Oechsle). Ein Zuckerzusatz (Chaptalisation) ist nicht erlaubt.
Zum Charakter der Grand Cru Rebsorten kommt hier der Zuckergehalt und die Konzentration durch die Edelfäule.
Bei der Sülection de Grains Nobles (Elsässer Trockenbeerenauslese), werden ausschließlich von Edelfäule befallene Trauben verwendet.
Das alkoholischen Potential muss mindestens 18,20% (134,8 Oechsle) betragen. Im Vergleich zu den Vendages Tardives sind die Weine noch wuchtiger und konzentrierter. Diese Meisterwerke der Winzerkunst bieten ein lang anhaltendes Geschmackserlebniss.
* Edelfäule (Botrytris cinerea) auch als Grauschimmel oder Edelfäulpilz bezeichnet ist ein Pilz der reife Weintrauben bei feuchtem und gleichzeitig warmen Herbstwetter befallen kann. Der Schimmelpilz perforiert die Schalen der Trauben und fördert damit die Verdunstung was zu einer Konzentration der Aromen des Weines führt. Außerdem verbraucht er wesentlich mehr Säure als Zucker und fördert dadurch die Süße des Mostes (bis zu 45% Zuckergehalt).
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