
- FRANKREICH
- CHAMPAGNE
Alexandre Chaillon
Das Weingut
Alexandre Chaillon gehört zu einer neuen Generation von Winzern, die Champagne nicht allein über Assemblage und Tradition, sondern immer stärker über Herkunft, Parzelle und Jahrgang erzählen. 2017 kehrte der ausgebildete Ingenieur in die Champagne zurück und übernahm die Weinberge seiner Familie. Heute entstehen seine Champagner in Aÿ, während die Reben weiter südlich in Pierry und Brugny in den Coteaux Sud d’Épernay wachsen. Die Weinberge sind mit Chardonnay, Pinot Noir und Meunier bestockt und werden seit 2020 biologisch bewirtschaftet. Kreide, Mergel und Ton prägen die unterschiedlichen Parzellen und bilden die Grundlage für Weine mit Spannung, Struktur und einer ausgeprägten mineralischen Frische. Im Keller arbeitet Chaillon bewusst handwerklich und in kleinen Einheiten: Viele seiner Weine werden parzellenweise vinifiziert und über längere Zeit im Holz ausgebaut, die Dosage bleibt niedrig. Statt einen einheitlichen Hausstil zu formen, möchte er die Unterschiede zwischen Rebsorte, Boden und Lage sichtbar machen. So entstehen charaktervolle, präzise Champagner, die gleichermaßen von Frische und Tiefe getragen werden und sich hervorragend als Essensbegleiter verstehen. Alexandre Chaillon zeigt damit sehr eindrucksvoll eine zeitgemäße Seite der Champagne: terroirgeprägt, biologisch bewirtschaftet und mit dem Anspruch, jedem Wein eine möglichst klare eigene Identität zu geben.
Auf einen Blick
- Ingenieur, seit 2017 im Familienbetrieb
- Biologisch bewirtschaftet seit 2020
- Reben in Pierry und Brugny, Keller in Aÿ
- Parzellenweise, Holzausbau, niedrige Dosage
Sortiment ·
Die Weine von Alexandre Chaillon
Der Index zur Trockenheit, bzw. zur Süße des Weines berücksichtigt die gesamte Struktur des Weines und kombiniert dabei Restzucker, Säuregehalt und Alkoholgehalt. Es geht hierbei nicht um Laboranalysen, sondern um das subjektive Empfinden von Süße auf dem Gaumen. Die Daten stammen von den Weingütern selbst und werden bei unseren Verkostungen geprüft.
Trocken
Rein technisch gesehen nicht völlig trocken aber keine Süße auf dem Gaumen, eventuell etwas runderer Abgang
Mittlere Süße, insbesondere bei jungen Weinen. Teilweise reduziert sich die Süße mit dem Reifeprozess
Süßlicher Wein
Hohe Süße wie bei einem Vendages Tardive, jedoch ohne die durch die Edelfäule* verursachte Reichhaltigkeit
Die Vendages Tradives (Elsässer Spätlese), unterliegen strenger staatlicher Kontrolle. Bei den überreif geernteten Trauben muss das alkoholische Potential mindestens 15,3% betragen (118 Oechsle). Ein Zuckerzusatz (Chaptalisation) ist nicht erlaubt.
Zum Charakter der Grand Cru Rebsorten kommt hier der Zuckergehalt und die Konzentration durch die Edelfäule.
Bei der Sülection de Grains Nobles (Elsässer Trockenbeerenauslese), werden ausschließlich von Edelfäule befallene Trauben verwendet.
Das alkoholischen Potential muss mindestens 18,20% (134,8 Oechsle) betragen. Im Vergleich zu den Vendages Tardives sind die Weine noch wuchtiger und konzentrierter. Diese Meisterwerke der Winzerkunst bieten ein lang anhaltendes Geschmackserlebniss.
* Edelfäule (Botrytris cinerea) auch als Grauschimmel oder Edelfäulpilz bezeichnet ist ein Pilz der reife Weintrauben bei feuchtem und gleichzeitig warmen Herbstwetter befallen kann. Der Schimmelpilz perforiert die Schalen der Trauben und fördert damit die Verdunstung was zu einer Konzentration der Aromen des Weines führt. Außerdem verbraucht er wesentlich mehr Säure als Zucker und fördert dadurch die Süße des Mostes (bis zu 45% Zuckergehalt).
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