Farbe:
Kräftiges Rubinrot mit strahlenden Reflexen.
Nase:
Der 2024 Langhe Nebbiolo von Sottimano gibt einen Vorgeschmack auf die großen Weine des Jahrgangs. Reife Kirsche, eher sauer als süß, sowie die unverwechselbare Nebbiolo-Frucht mischen sich mit sublimen floralen Noten: Stockrose, Veilchen – alles sehr verhalten, aber klar konturiert. Ruhig und gelassen spricht er dennoch mit klarer Stimme von seiner Herkunft.
Mund:
m Antrunk fließt er straff mit immensem Zug und spürbarer Vibration über den Gaumen. Die reife Säure zeigt sich mit fast elektrischer Spannung, die transparente Frucht scheint wie ein rubinrotes Flimmern und erhellt den gesamten Mundraum im Rot eines Opernhauses oder Ballsaals. Wie so oft legt bereits der Langhe Nebbiolo von Sottimano ein Tempo von gefühlten 180 gpm (gulps per minute) vor, sodass man sich regelrecht mäßigen muss, den Kelch langsamer zu befüllen. Best buy!
Verkostet im Juni 2026
Pasta mit Radicchio, Walnuss und Rotwein
Kross gebratener Zander mit in Rotwein geschmorten Pilzen
Geschmorter Hase mit Polenta


Sottimano
Die Geschichte des Weinguts Sottimano in Neive ist von Beginn an eine besondere. Als Rino Sottimano Ende der 1960er sein Önologiestudium abgeschlossen und sein Weingut gegründet hat, war ihm von Beginn an klar, dass er im Weinberg würde biologisch arbeiten wollen. Diese frühe Entscheidung kommt seinen Kindern Andrea, Elena und Claudia heute zugute. Die Weinberge wie Cottà, Curra, Fausoni, Basarin und Pajorè sind in einem hervorragenden balancierten Zustand. Seit einigen Jahren verzichtet Andrea Sottimano komplett auf Barriques und Tonneaux. Stattdessen findet man große Holzgärständer und Botti im Keller und die Weine werden mit „submerged cap maceration“ vergoren, einer Art von subtiler Vergärung wie beim Beutel im Tee. Das merkt man den Barbaresci an, die immer feiner und eleganter geworden sind in den letzten Jahren. Dabei sind sie so offenherzig, zugewandt und lebendig wie die drei Geschwister Sottimano.


































