Farbe:
Leuchtendes, funkelndes Violettrot mit dunklem Kern und fast bläulich schimmernden Reflexen.
Nase:
Charmant, tiefdunkel und reintönig präsentiert sich das Bukett mit einer klar definierten Balance aus Frucht und floralen Akzenten. Schattenmorelle, Brombeere und Maulbeere bilden das dichte Fundament, ergänzt von dunkler Pflaume, einem Hauch Schlehe und saftiger Süßkirsche. Darüber legen sich würzig-dunkle Blütennoten von Hibiskus und Veilchen, die dem Wein eine elegante aromatische Spannung verleihen. Lakritz und dunkle Schokolade blitzen dezent auf, begleitet von Wacholder und Kubeben-Pfeffer. Eine balsamisch-etherische Frische – Rosmarin und ein Anflug von Piniennadeln – sorgt für Lebendigkeit. Holz und Rauch bleiben bewusst im Hintergrund, lediglich feine Nuancen von Zedernholz und Tabak unterstreichen die charmante, zugängliche Stilistik.
Gaumen:
Am Gaumen zeigt sich der Tempranillo deutlich heller und frischer als es die Nase vermuten lässt. Die Frucht wirkt saftig, dicht und präsent, getragen von einer prägnanten, spitzen Säure, die dem Wein Zug und Animation verleiht. Er lebt nicht von massiver Tanninstruktur oder Bitterstoffen – im Gegenteil: Die Textur bleibt geschmeidig, die Frucht knackig und klar konturiert. Diese saftig-frische Stilistik macht ihn unmittelbar zugänglich und vielseitig einsetzbar. Ein Wein, der unkompliziert überzeugt und Begegnungen ebenso begleitet wie ehrliche, bodenständige Küche.
Verkostet im März 2026
Gegrillte Lammkoteletts mit Rosmarin und Ofenkartoffeln
Rustikale Chorizo-Pfanne mit Paprika und weißen Bohnen
Ofengemüse mit Knoblauch, Thymian und grobem Meersalz, dazu kräftiges Bauernbrot
Felix Callejo
Die Winzerfamilie Callejo stammt aus dem kleinen Dorf Sotillo de la Ribera. Der Gründer Felix Callejo musste schon in jungen Jahren das Erbe seines Vaters antreten. Heute wird das Weingut von dem Sohn und den drei Töchtern geführt. Zwei von den Geschwistern sind studierte Önologen, die in verschiedenen Teilen der Welt ihre Erfahrungen gesammelt haben. Die Weinberge sind im nördlichen Teil des Ribera del Dueros auf 850 bis 930 Metern Höhe gelegen. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht betragen oft über 15°C. Die kühlen Nächte sorgen für eine angenehme Frische, die sich auch in den Weinen widerspiegelt. Schon damals hatte der Gründervater Felix Callejo erkannt, daß es im heißen Zentralspanien an Sonne und Hitze nicht mangelt und die kargen Böden zusammen mit der Höhenlage die ideale Voraussetzung sind, um Spitzenweine herzustellen.













