Farbe
leicht transparentes Kirschrot
Nase
Der "Tirrepeine" 2022 Sancerre rougeist immer der Sancerre, der bei Matthias Planchon "als erster von der Sonne geküsst wird". Trotzdem bleibt das ein geschliffen präziser, kühler und saftig wirkender Pinot Noir mit Noten von Moosbeeren, Roten Johannisbeeren und Berberitzen, Kirschen und einem leicht dunklen Note von "sous bois".
Gaumen
Am Gaumen wirkt der Wein schlank und saftig. Auch hier dominiert der Ansatz, einen geschliffenen, präzisen und selbst in einem warmen Jahrgang, einen kühlen wirkenden Wein zu erzeugen. Tatsächlich ist das ein knackig dunkelbeeriger "Sancerre" mit einem festen Kern, aber einer leicht cremigen Textur mit kreidigem Tannin, viel Saft und leichter Salzigkeit. Ein Pinot mit viel Trinkfluss.
Tasted in February 2026
Kalbsbries "Grenobloise" mit Kapern & Zitrone (Geflügel)
Gebratener Radicchio Tardivo mit Linsen & Walnuss (Vegetarisches)
Steinbutt "Rôti" mit Meeresalgen-Butter (Vegetarisches)
Matthias Planchon
Matthias Planchon stammt aus einer Familie, in der seit 1573 Weinbau betrieben wird. Sein Vater hat entscheidend zur Gründung der Genossenschaft von Sancerre beigetragen. Matthias aber wollte seinen eigenen Weg gehen und hat nach Stationen in Sancerre, Vouvray, Tours und im Burgund seit 2012 sein eigenes Weingut aufgebaut, während er sich parallel schon seit dem 16. Lebensjahr um die Bewirtschaftung der Weinberge seiner Familie gekümmert hat. 2014 hat er den biologischen Zertifizierungsprozess begonnen und sich 2018 der Biodynamie zugewandt. Nach dem Bau eines Kellers hat er 2019 den ersten Jahrgang erzeugt. Die Weine sprechen eine sehr klare Sprache und zeigen viel Charakter. Auch wenn Planchon noch jung ist, gehören sie sicher schon zu den präzisesten und elegantesten Weinen der Appellation. Es sind berührende Weine von großer Tiefe und Ernsthaftigkeit, die gleichzeitig hell leuchten.





