Farbe
Dichtes, dunkles Purpur mit matter, beinahe samtiger Erscheinung und zurückhaltenden violetten Reflexen.
Nase
Tief und großzügig, getragen von einer dunklen, ausladenden Frucht. Maulbeere, Heidelbeere, Cassis, Holunder und Brombeere bestimmen das Bild, ergänzt von etwas Süßkirsche. Die Frucht wirkt phänomenal reif und präsent, dabei saftig, zugänglich und offen. Ein Wein, der unmittelbar anspricht und zupackt, gleichzeitig aber eine erstaunlich leise, seidige und samtige Seite besitzt. Rosmarin, Olive, Lakritz und Salbei setzen zurückhaltende Akzente und bringen eine ätherisch-balsamische Würze hinein. Ein spannender Kontrast zur üppigen Frucht: dunkel anmutend, elegant und dennoch vollkommen unkompliziert.
Gaumen
Zunächst wieder die volle Frucht – saftig und knackig wie der Biss in eine Handvoll reifer Beeren. Sie wirkt vollkommen ausgereift und bewegt sich zwischen feinen Bitterstoffen, Säure, Süße und Frische. Am Gaumen gewinnt der Wein nochmals an Intensität: Die Frucht breitet sich großzügig aus, kleidet den Mund vollständig aus und verbindet sich mit Tannin und Säure zu einem trockenen, zugleich enorm fruchtintensiven Mundgefühl. Zum Ausklang verändert sich das Bild: Der Wein wird heller und leichter, die Frucht tritt etwas zurück und die kräuterigen Nuancen gewinnen an Präsenz. Trotz seiner Tiefe und Intensität bleibt er zugänglich und unkompliziert.
Tasted in September 2026
Ossobuco alla Milanese mit cremiger Polenta
Geschmorte Lammhaxe mit Rosmarin, Oliven und Ofenkartoffeln
Pappardelle mit langsam geschmortem Rinderragù und Pecorino
Cirelli
Nur acht Kilometer vom Meer, zwischen Nationalparks und den sanften Ausläufern der Abruzzen, liegt die „Farm“ von Francesco Cirelli. Francesco lebt die biodynamische Bewirtschaftung als ganzheitliches Konzept. Er bewirtschaftet neben den 4 Hektar Weinbergen noch 4 Hektar Feigenbäume, einen Hektar Olivenbäume sowie 13 Hektar Getreide. On top hält er sich eine kleine Ziegen- und Gänseherde, und ein Bed & Breakfast lässt Besucher an diesem Kleinod teilhaben. Seine Weine baut er in Beton-, Stahltanks und 800-Liter-Amphoren aus Florenz aus. Im Keller wird spontan vergoren, bei den Rotweinen mit einer Mazerationszeit von 15 Tagen. Die Weißen bleiben nur eine Nacht auf der Maische, bevor sie mit einer traditionellen Korbpresse abgepresst werden. In manchen Jahren filtert Francesco seine Weine grob, jedoch niemals die Amphorenweine. Alle Weine werden ungeschönt abgefüllt.

















