Farbe:
Mittelkräftiges Rubinrot mit violetten Reflexen.
Nase:
In der Nase wirkt der 2023 Blaufränkisch von Clemens Krutzler aufgeräumt und frisch. Die strahlend rote Frucht wirkt knackig kühl und taufrisch, darunter lungern schwarzer Pfeffer oder Rosa Beeren. Sein generell kühler Charakter prägt das Aromenspiel, das man getrost als hell umrissen bezeichnen kann. Blaufränkisch von seiner beschwingten Seite.
Mund:
Die Leichtigkeit und Unbeschwertheit der Nase setzt sich nahtlos am Gaumen fort. Mit dem Esprit eines Weißweines fließt dieser Blaufränkisch über den Gaumen, dass es nur so rauscht: Mit klarer roter Frucht ist er getragen vom frischen Säurenerv und der saftig-kühlen Frucht. Die feinen Gerbstoffe flankieren seinen rasanten Fluss. Saftig herber Schluck mit nur 11,5 % und gefährlich hoher Schlagzahl.
Tasted in September 2025
Ziegenkäse-Crostini mit Brombeer-Minz-Coulis
Gebratene Makrele mit Rhabarber-Chutney
Jause mit Rehschinken und Preiselbeeren
Clemens Krutzler
Mit dem Blaufränkisch Perwolff ist das Weingut Krutzler aus Deutsch-Schützen am Eisenberg in den 1990ern berühmt geworden. Innovativ war es schon, als Clemens Krutzlers Großvater Hermann ab 1966 die ersten Qualitätsweine gefüllt hat. Clemens Krutzler ist nun die dritte Generation mit einem neuen Pioniergeist. Er hat neben dem Portfolio der Familie eine eigene Serie an Weinen herausgebracht, die voll und ganz seinem eigenen Ansatz und seiner eigenen Suche entsprechen. Begonnen hat es 2020 mit einem ersten Fass maischevergorenen Welschrieslings. Dann ging es weiter mit Welschriesling und Blaufränkisch, mal sortenrein, mal als weiß-rotes Mash-Up. Dazu gibt es mittlerweile einen Gemischten Satz. Die Trauben stammen vom eisenhaltigen Schiefer und werden weitgehend im großen Holz ausgebaut und minimal geschwefelt. So entstehen leichte, lebendige, frische und elegante Weine von einem jungen Winzer, der eine große Zukunft vor sich hat.









