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Lieblings Weine 2018


Lieblings Weine 2018

des Vinaturel-Sommelier-Teams




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José Segura
Seit wir die Champagner von Benoit Marguet aufgenommen haben, bin ich immer wieder begeistert, von seiner Entwicklung und der Qualität seiner Weine! Sein auf der ProWein 2018 erstmalig gezeigter Bouzy 2013 ist eine perfekte Ergänzung in seinem Sortiment. Benoit besitzt nur 0,70 ha GC-Lagen in Bouzy. Daraus macht er diesen Grand Cru Extra Brut. Es ist eine Cuvée aus 77 % Pinot Noir, 23 % Chardonnay, wie immer im Holz ausgebaut und ohne Dosage degorgiert. Gefüllt Juli 2014, degorgiert März 2018. Wie es sich für einen Bouzy gehört, ist der Pinot Noir Anteil höher. Dadurch zeigt er sich anfänglich schön cremig. Die Säure ist sehr gut eingebunden, was ihm eine schöne Frische und Eleganz verleiht. Es macht einfach Spaß diesen Champagner zu trinken. 
Man kann sich Zeit für ihn nehmen und auf die feinen Nuancen achten, oder einfach genussvoll trinken. Ein toller Champagner zu dieser Jahreszeit. 
 
Stefan Peter
Ein Wein der mich über das Jahr 2018 immer wieder begeistert hat. Ein reinsortiger Grenache Gris von über 80 Jahre alten Stöcken, auf schwarzem Schiefer gewachsen. Anfang des Jahres noch extrem verschlossen und sperrig, getrieben von einer dominanten Säure und keinerlei Zugang zu irgendeiner Art von Frucht. Mitte des Jahres dann die ersten AHA Erlebnisse mit dezenten Anklängen von Zitrusfrüchten und wilden Bergkräutern. Am Gaumen erste Balance erkennbar. Jetzt im Dezember hat sich der Wein final zu einer ersten, jugendlichen Perfektion gefunden. Alles wird ruhiger, in sich stimmig und fügt sich in ein grandioses Gesamtbild. Ein Wein der eine Geschichte von extremen Witterungsschwankungen, tiefem - mineralischem Boden und der Handarbeit ganz besonderer Menschen erzählen kann.
Wie ihn der gute Sebastian Bordthäuser so treffend erwischt „Salzig und mundwässernd wie ein großer Chablis ist dies zweifelsfrei einer der großen Weißweine des Roussillon.“
 
Stefan Katzki
Dieses Jahr hat mich der Zibbibo in Pithos von COS aus Sizilien am meisten begeistert. Zibibbo ist der Sizilianische Name für Muscat d’Alexandrie, den die meisten wahrscheinlich als Süßwein kennen. 2016 COS Zibibbo in Pithos ist zu 80% Zibibbo und 20% Grecanico. Vergoren wird auf den Schalen in der Amphore, wonach der Wein noch 3 weitere Monate in Zementtanks ruht, bevor er unfiltriert und mit minimaler Schwefelzugabe abgefüllt wird. Mit 12,5% Alkohol trotzt der Wein der Hitze im süden Siziliens und zeigt die Vielfalt der Rebsorte. 
Geprägt von intensiver Steinfrucht, Kräutern und karg würzigen Tee – Aromen, machen den Zibibbo so eigenständig. Bitte rechtzeitig mit Luft vertraut machen und nicht zu kalt genießen. 
 
Kerstin Wiebersiek
Mein „Gänsehautwein“ für besondere Stunden! Es ist eine Rebsorten- cuvée, die Ihresgleichen sucht! Auf der einen Seite finden wir hier Roussanne und Marsanne, die eigentlich eher ins Roussillon und damit auf der anderen Seite der Pyrenäen zu finden sind. Auf der anderen Seite ist dieser Wein zum Teil aus meiner Lieblingsrebsorte Chenin Blanc gekeltert, die wir natürlich aus Frankreich von der Loire kennen. Die Weinmacherin Esther Nin Ortiz hat nicht nur mit diesem Rebsortenspiegel einen grossen Wein geschaffen, sondern auch geschmacklich. In der Nase eher mediteran kühl und burgundisch im Antrunk, ist der Wein dann unglaublich tief und wirkt nach innen mit seinem Schmelz nach Marzipan & Kräutern Süd-Frankreichs, dagegen steht die Kühle von Austernschalen und Meer.
Von diesem Wein wurden nur 792 Flaschen aus einem 600 Liter Fass hergestellt. Bitte unbedingt mehrere Stunden vorher karaffieren und ab ins große Burgunderglas. Salut!
 
Ignazio Amante
Neive im Piemont. Die Natur als Architekt für eine gekonnt und raffiniert inszenierte Landschaft aus Kalk, Lehm und Kreide. Die Alpen sind bei gutem Wetter deutlich sichtbar. Im Herbst dann nichts als Nebel. Das ist die Heimat von Andrea Sottimano, Autor von feinen, eigenständigen Barbareschi aus Lagen wie Currá, Cottá, Pajoré, Fausoni und Barsarin, die in der Welt der großen Weine für wohlige Vorfreude und leuchtende Augen sorgen. Weine wie Samt und Seide. Durch konsequent biologische und seit 2015 biodynamische Bewirtschaftung seiner Weinberge wird Andrea von Jahr zu Jahr mit immer wertvolleren Trauben beschenkt, aus denen er seine Meisterwerke gekonnt vinifiziert. Mein Wein des Jahres ist sein Dolcetto Bric del Salto aus dem Jahrgang 2017. Gewachsen in den Crû- Lagen Baserin und Cottá wird er hergestellt wie ein Barbaresco. 
Dadurch entlockt Andrea dieser vermeintlich simplen Rebsorte viel „italianitá“, italienische Identität, dazu Tiefgründigkeit und Komplexität. Trinkfluss und Lust auf das nächste Glas ist hier unendlich vorhanden. Grande, Andrea!
 
Götz Drewitz
Blindprobe bei unserer Prioratreise: Ein Wein im Glas, der vollkommen aus dem Rahmen fällt. Er deutet zwar schon eine gewisse Reife an, wird aber immer noch getragen von einer würzigen ätherischen Note. Ein üppiger Strauß Rosmarin, Thymian, Liebstöckel und schwarzen Johannesbeeren. So kenne ich das nur aus Australien oder Chile. Das muss ein Pirat im Priorat sein. Weit gefehlt. Es ist der 2008er Corelium von Terra de Verema. Dann kommen mir auf einmal die Bilder von dem Weinberg. Mühselig nur zu Fuß erreichbar, am Ende eines schmalen Tales. Uralte, knorrige Reben verlieren sich in einem steilen Schieferhang unter ebenso alten Mandelbäumen und sind zwischen den vielen Kräuterbüschen kaum erkennbar. Blühender Rosmarin, Lavendel, Nelken, Oregano und Thymian verströmen genau den würzigen Geruch, der hier aus dem Glas steigt.