Pranzegg , Südtirol

Laurenc

Lagrein, 2017, 750ml

 
Laurenc Print informations
Artikelnummer 9951061051
Drink from: 2022
Drink to: 2030
Residual sugar M
Drink temperature 16°
Alcohol Content 12,5%
Acidity 6,9 g/l
Sweetness 1 g/l
Manufacturer Weingut Pranzegg, Kampennerweg 8, 39100 Bolzano / Italy
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 07.06.2021, Copyright Sebastian Bordthäuser und Vinaturel:

Das Weingut Pranzegg ist benannt nach dem Ansitz, auf dem Martin Gojer seit 2009 seine Weine als Abbild ihrer Herkunft, des Jahrgangs und der Lebensweise der Familie produziert. Oberhalb des Bozener Talkessels werden die Anlagen Gojers biodynamisch von Hand bewirtschaftet und auch im Keller ist weniger mehr: Lange Gärung sowie lange Reifezeiten auf der Vollhefe unter Zugabe nur geringer Mengen Schwefel zeichnen die Weine aus, die stets ungeschönt und ungefiltert gefüllt werden.

 

Der 2017er Laurenc, gesprochen Lauzenz, stammt von den Hof arrondierenden Lagrein Stöcken. Früh gelesen lag er für einen geschlagenen Monat auf der Maische und wurde samt seinen Kämmen vergoren. Der Tresterhut war dabei für die schonende Tannin-Ausbeute stets bedeckt. Der Laurenc verbrachte zwei Jahre im großen Holz, bevor er weitere acht Monate auf der Flasche reifte.

 

Farbe:

Dunkles Purpur mit violetten auslaufendem Rand und schwarzem Kern.

 

Nase:

Dunkelfruchtig und ausladend zeigt sich der 2017 Laurenc von Pranzegg und duftet aus dem Kelch wie Flakscheinwerfer vor Mehrzweckhallen in den Abendhimmel strahlen: Pflaumen, Zwetschgenmus, Brombeergelée und Maulbeeren füllen seinen Fruchtkorb und werden in der Kopfnote ergänzt durch Stockrosen und Schlehen. Distinktiv würzige und rauchige Noten nach schwarzen Walnüssen, Piment und schwarzer Pfeffer setzen aromatische Kontrapunkte.

 

Mund:

Die Wucht der Nase zeigt sich im Antrunk dramatisch verschlankt mit hinreißender Statur. Die Gerbstoffe kleiden den Gaumen aus wie mit violettem Pannesamt, engmaschig und geschliffen erinnern sie mit ihrer feinherben Adstringenz haptisch ein wenig an die des Rhabarbers. Animierend und feinkörnig wie Schmirgelpapier ummanteln sie die frische und saftig herbe Frucht. Würzige Noten nach Leder und dunklem Tabak schmiegen sich im Nachhall an die Tannine und begleiten ihn ins fruchtig-würzige Finale.

 



Speiseempfehlungen von Sebastian Bordthäuser:

  • Geräucherte Rote Bete vom Smoker mit Ziegen-Schmand und gerösteten Walnüssen
  • Aal in Rotwein geschmort mit Dörrpflaumen
    (Fisch)
  • Geschmorte Hasenkeule mit Rotkohl und Maronen
    (Wild)

 
Parse Time: 0.897s