Pranzegg , Südtirol

"GT" Vino Bianco

Gewürztraminer, 2019, 750ml

 
Print informations
Artikelnummer 9951061046
Drink from: 2021
Drink to: 2035
Residual sugar M
Drink temperature 11°
Alcohol Content 12,5%
Acidity 7,8 g/l
Sweetness 2 g/l
Manufacturer Weingut Pranzegg, Kampennerweg 8, 39100 Bolzano / Italy
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 07.06.2021, Copyright Sebastian Bordthäuser und Vinaturel:

Das Weingut Pranzegg ist benannt nach dem Ansitz, auf dem Martin Gojer seit 2009 seine Weine als Abbild ihrer Herkunft, des Jahrgangs und der Lebensweise der Familie produziert. Oberhalb des Bozener Talkessels werden die Anlagen Gojers biodynamisch von Hand bewirtschaftet und auch im Keller ist weniger mehr: Lange Gärung sowie lange Reifezeiten auf der Voll Hefe unter Zugabe nur geringer Mengen Schwefel zeichnen die Weine aus, die stets ungeschönt und ungefiltert gefüllt werden.

 

Der GT von Pranzegg aus 100% Gewürztraminer wurde früh geerntet und mit den Füssen getreten, bevor er für fünf Tage ohne Temperaturkontrolle auf der Maische lag. Spontan mit einem Teil der Kämme vergoren lag er sechs Monate in gebrauchten Tonneaux aus Kastanienholz, bevor er bis zum folgenden Oktober in den Beton gelegt wurde.

 

Farbe:

Altgold mit seidenmatten Reflexen.

 

Nase:

In der Nase praktiziert der 2019 GT von Pranzegg Distinktion durch Abgrenzung: Aromatisch ist er derzeit vorrangig gesteuert durch Gärtöne, die einem das lange Hefelager vergegenwärtigen, statt Rebsorten typisch zu versuchen, einen mit Rosen und Litschis aus der Reserve zu locken. Vielmehr akzentuiert er den „Gewürz“-Aspekt der Rebsorte, statt fruchtfidel zu Traminern was das Zeug hält. Muskatblüte, Kastanienhonig und warmer Hefezopf skizzieren die Basisnote, bevor etwas Orangenabrieb etwas Frucht beisteuert. Ein Hochleistungs-Gewürztraminer, der aktuell genossen unbedingt in Karaffe gehört, und zwar rechtzeitig.

 

Mund:

Auch im Antrunk zeigt er sich aromatisch von seiner hefigen Seite, bis der Gerbstoff eingrätscht und das profunde Tanningerüst aufs Spielfeld holt. Feinster Darjeeling mit Orangenzeste, dazu ätherisch kühle Noten nach Minze und Muskatwürze skizzieren ihn am Gaumen, die Säure steuert eine pfeffrig pikante Spitze hinzu. Ein Out-of-the-Box-Gewürz, der die Sorte aus dem bekannten Spektrum hebt und auch zu Tische neue Türen öffnet.

 



Speiseempfehlungen von Sebastian Bordthäuser:

  • Verbrannter Lauch auf Ziegenkäse-Crème mit schwarzen Nüssen, Orangenzesten und Kräutern
  • Gebratene Sardinen auf Orangen-Fenchel-Salat
    (Fisch)
  • Geschmorte Ferkelschulter auf Fenchelgemüse

 
Parse Time: 0.889s