Barbera d'Asti DOC Print informations
Artikelnummer 9911800097
Residual sugar M
Drink temperature 17°
Alcohol Content 15,0%
Manufacturer Vietti, Piazza Vittorio Veneto, 12060 Castiglione Falletto / Italy
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 07.06.2021, Copyright Sebastian Bordthäuser und Vinaturel:

Vietti ist einer der wegweisenden Pioniere des Piemonteser Cru-Gedankens. Die Geschichte des Weinguts reicht zurück bis ins 19. Jahrhundert und bereits ab 1919 wurde der erste Wein unter eigenen Namen verkauft. In einer Zeit, als der traditionelle Stil noch Lagen-Cuvées vorsah, begann man, den Weinen durch definierte Herkunft und den Einzellagen-Gedanken eine neue Herkunft und neues Profil zu geben.

 

Der La Crena ist der Spitzen-Barbera Viettis und wächst in Agliano Terme auf Kalkmergel-Böden. Die Lage mit südlicher Ausrichtung umfasst acht Hektar, der älteste Teil wurde 1932 gepflanzt. Die Trauben werden von Hand gelesen, für 48 Stunden in offenen Gärbehältern aus Edelstahl kaltmazeriert und anschließend für zwei Wochen vergoren. Den biologischen Säureabbau durchläuft der La Crena im Barrique (25% Neu Holz), in dem er für 18 Monate reift, bevor er ungeschönt und ungefiltert gefüllt wird.

 

Farbe:

Dunkles Rubinrot mit schwarzem Kern und leicht violetten Reflexen.

 

Nase:

Überschwänglich bis betörend, so kann man die Nase des 2018 La Crena Barbera d’Asti von Vietti beschreiben. Eröffnet von einem großen Strauß violettem Flieder, dicht gefolgt von einer Handvoll Veilchen, zeigt die satte Frucht schnell, wo es lang geht: Amarena-Kirschen, Brombeeren und Maulbeeren füllen seinen Fruchtkorb, geschnitzt aus feinster französischer Eiche mit ihrer distinktiven Holzwürze und Röstnoten. Toast, Sandelholz und etwas Bergamotte in der Kopfnote krönen diesen vielschichtigen und komplexen Hochleistungs-Barbera.

 

Mund:

Saftig mit tiefgründiger Frucht und feiner Würze eröffnet der La Crena den Antrunk. Es folgen die reifen und leicht röstigen Gerbstoffe vom Ausbau, die ihm seine charakteristische Würze geben ohne den Wein dabei zu dominieren. Leitmotiv ist und bleibt die betörend dunkle Kirsche.  Ein Barbera, der die Grenzen der Rebsorte zu erweitern scheint und sich ungeniert gibt wie ein Großer: Pipifeine Tannine, vibrierende Säure und seine konzentrierte Frucht mit transparentem Auftritt am Gaumen sowie die ätherisch kühlen Noten im Nachhall qualifizieren ihn problemlos für die gehobenen Tafeln.



Speiseempfehlungen von Sebastian Bordthäuser:

  • Burrata mit Tomaten, Brombeeren und Minzpesto
  • Zander auf der Haut gebraten mit Perlgraupenrisotto mit Blutwurst, Petersilie und Zitrone
    (Fisch)
  • Geschmorter Rinderbraten mit cremiger Polenta

 
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