Nit de Nin Print informations
Artikelnummer 9930002859
Drink from: 2021
Drink to: 2032
Residual sugar M
Drink temperature 18°
Alcohol Content 14,0%
Acidity 4,6 g/l
Sweetness 0 g/l
Parker Points 98
Manufacturer Familia Nin Ortiz, Polígon 6 Parcel·la 288, 43730 Falset-Tarragona / Spain
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 29.12.2020, Copyright Christoph Raffelt und Vinaturel:

Informationen zum Wein:

Den süd- und südöstlich ausgerichteten Weinberg Coma d’en Romeu konnten Ester Nin und Carles Ortiz vor einigen Jahren übernehmen. Der Schiefer hier ist heller als im anderen Cru, dem Mas d’En Caçador, aber älter – rund 450 Mio. Jahre. Zudem stehen die rund 70 Jahre alten Garnatxa-Negra-Reben als Buschreben im Hang und nicht auf Terrassen auf rund 325 Metern Höhe. Gelesen wurden die 1,5 Hektar am 18.09.2018. Die Garnacha wurde für zwei Tage auf unter null Grad heruntergekühlt und danach entrappt und mit Füßen im offenen Holzfermenter getreten und angequetscht. Danach wurde spontan vergoren und im gebrauchten 225er, 300er und 600er Fass ausgebaut. Es sind 1.340 Flaschen entstanden.

 

 

Farbe:

dunkles Purpurrot

 

Nase:

Wer diesen Wein schon einmal im großen Glas hatte, wird in dort immer wieder auf’s Neue ergründen und erfahren wollen. Er ist einer der ganz großen Priorat-Weine, und das zeigt sich schon im ersten Moment, wenn die Expressivität und Dichte bei gleichzeitiger Frische und Klarheit offensichtlich wird. Der Coma d’en Romeu öffnet sich mit dem Duft von Hagebutten und reifem Holunder, Brombeeren und Cassis, Süß- und Sauerkirschen, Pflaumen und Heidelbeeren sowie mit einem Potpurri an Kräutern, Blüten und Gewürzen. Hier taucht mal ein wenig Lavendel auf, dort Thymian, hier Salbei, dort ein wenig Veilchen – und darüber hinaus der dunkle von öligem Schiefergestein, Schlehe, schwarzem Tee und ein wenig Pfeffer. Man kann diesen Wein über Tage hinweg ergründen, und er verändert sich immer wieder und wieder und man wird nicht müde – eher im Gegenteil.

 

Mund:

Am Gaumen zeigt sich die Garnaxta aus der Einzellage perfekt in ihrer Balance von mediterraner Würze, dunkler Frucht, kühlem, geradezu kreidig wirkendem Gestein und der seidig sinnlichen Cremigkeit. Das Tannin wirkt wie Puder, der Alkohol liegt in diesem Jahr klar unter den Vorjahren. Man spürt das, auch wenn er auch sonst immer exzellent eingebunden ist. Die Frische steigt dadurch noch einmal und die Mineralität wird auch schon im frühen Stadium dieses Weines deutlicher. So tanzt der Coma d’en Romeu geradezu, obwohl er mächtig und konzentriert bleibt. Ein tanzender Riese, ein noch sehr junger aber betörend schöner Priorat Grand Cru



Speiseempfehlungen von Christoph Raffelt:

  • Wildhase mit ungestopfter Entenleber, Trüffel, Schwarzwurzel und Preiselbeeren
    (Wild)
  • Glasierte Wildentenbrust mit Artischocken und krossen Artischockenchips, Geflügeljus und gehackten Trüffeln
  • Kross gebratener Wolfsbarsch mit gegrilltem Fenchel, Auberginen- und Tomatenkompott und Basilikum-Beurre blanc
    (Fisch)

 
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