Planetes de Nin Print informations
Artikelnummer 9930002862
Drink from: 2021
Drink to: 2024
Residual sugar M
Drink temperature 18°
Alcohol Content 14,5%
Acidity 5,4 g/l
Sweetness 0 g/l
Parker Points 93
Manufacturer Familia Nin Ortiz, Polígon 6 Parcel·la 288, 43730 Falset-Tarragona / Spain
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 18.02.2021, Copyright Christoph Raffelt und Vinaturel:

Informationen zum Wein:

Der Planetes de Nin Vi naturel de Garnatxes en Àmfora stammt vom nach Osten ausgerichteten Weinberg Finca les Planetes direkt gegenüber der Ortschaft Porrera. Carles Ortiz hat dort vor Jahren Garnacha Negra und Cariñena gepflanzt und teilweise auch alte Bestände übernommen, zu denen auch die Garnacha Peluda gehört, sodass die Reben zwischen zehn und mehr als 80 Jahren alt sind. Sie stehen auf unterschiedlichen Formationen von Llicorella-Schiefer, manche Böden sind härter, andere verwitterter. Sie bergen unterschiedliche Anteile an Eisen, Kieselsäure und schwarzem Ton. Für diesen Wein wird ausschließlich Garnacha aus den jüngeren Pflanzungen der vier Hektar umfassenden Lage genutzt. Die Lage wird bereits seit 2006 biodynamisch bewirtschaftet. Die Trauben wurden vor der Gärung entrappt, aber nicht angepresst. Vielmehr kamen die Beeren für sieben Monate in spanische Kelleramphoren von 700- und 1.000-Liter-Fassungsvermögen. Der Jahrgang hat einen leichten Füllschwefel erhalten.

 

Farbe:

Purpurrot

 

Nase:

Wie immer ist dieser in der Amphore ausgebaute Priorat der in seiner Jugend schon offenste und geschmeidigste Wein der roten Kollektion. Die Garnacha zeigt sich hier von ihrer frischesten Seite, und das auch in einem Jahrgang wie 2019, der deutlich wärmer war als 2018. Ester Nin und Carles Ortiz haben es geschafft, den Wein leicht und locker duften zu lassen. Veilchen und Ginster verbinden sich hier mit Kirschen, Roten Johannisbeeren und Berberitzen, aber auch mit reifen Brombeeren und etwas Schwarzer Johannisbeere. Das Ganze wird abgerundet von Piment und Wacholder, etwas Unterholz und gebranntem Ton.

 

Mund:

Am Gaumen bildet die rote und schwarze Frucht den Kern dieses Weines, der von frischer Säure durchzogen wird. Es ist immer wieder wichtig, sich daran zu erinnern, dass man sich hier im Priorat befindet, in einem heißen Jahr und mit einer Rebsorte, die nicht unbedingt berühmt ist für eine markante Säure und bei der wegen des langen Maischeausbaus auch keine Rappen mit vergoren wurden. Tatsächlich aber ist es das Zusammenspiel aus der besagten Säure, einer energetisierend wirkenden Mineralität und der besonderen Textur durch den Amphorenausbau, die seidig, aber auch griffig wirkt. Diese Variante des Planetes wirkt so anschmiegsam wie eine Katze, tonisch mit vibrierender Lebendigkeit und dann auch wieder dunkel und leicht erdig mit feiner Würze. Das ist sehr gelungen.



Speiseempfehlungen von Christoph Raffelt:


 
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