Luneau-Papin , Loire

Exelsior

Melon de Bourgogne, 2006, 750ml

 
Exelsior Print informations
Artikelnummer 9950407013
Residual sugar M
Drink temperature 11°
Alcohol Content 12,5%
Manufacturer Domaine Luneau-Papin, 3 La Grangee, 44430 Le Landreau / France
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 15.11.2020, Copyright Sebastian Bordthäuser und Vinaturel:

Die Domaine Luneau-Papin liegt südöstlich von Nantes und wurde von Pierre Luneau und Monique Papin gegründet. Nachdem sich in den 90er Jahren die Luneau-Brüder im Disput über die angestrebte Bewirtschaftungsform trennten, legten Pierre Luneau und seine Frau Monique Papin ihre Güter zusammen und gründeten die Domaine Luneau-Papin. Der Familienbetrieb wurden seit 2005 von Sohn Jean-Marie und dessen Frau Marie unterstützt, die inzwischen die Betriebsleitung übernommen haben. Man begann die einzelnen Parzellen einzeln auszubauen und näherte sich in behutsamen Schritten immer mehr der biologischen Bewirtschaftung, die inzwischen vom Demeter-Verband zertifiziert ist. Die Weine der Domaine werden ausschließlich aus der Melon de Bourgogne gekeltert, die mit burgundischen Mönchen im 16. Jahrhundert an die Loire kamen.

 

Der Excelsior stammt von über 80 Jahre alten Reben aus der schiefrigen Parzelle „La Plécisière“ im Ort Chapelle-Heulin. Die Weingärten werden ausschließlich in Handarbeit bewirtschaftet und mit rein organischem Material gedüngt. Die Erträge liegen bei ca. 30hl/ha. Nach dem Pressen kommt der Saft in die typischen, mit Glas gekachelten Betontanks, in denen er bei gut 20 Grad vergärt, bevor er 36 Monate auf der Hefe reift. Regelmäßiges Aufrühren in dieser Zeit bereitet ihn auf weitere 24 Monate Reife auf der Feinhefe vor, bevor er er ungeschönt und ungefiltert gefüllt wird.

 

Farbe:

Kräftiges Goldgelb mit leuchtenden Reflexen, strahlend und klar.

 

Nase:

Die Nase des 2006 Excelsior der Domaine Luneau-Papin oszilliert zwischen Frucht, Hefe, Stein und noblen Reifenoten. Um dieses Potpourri zur vollen Geltung zu bringen, empfiehlt es sich, ihn wie einen großen Burgunder zu dekantieren und die teuren Glaser aus dem Schrank zu holen. Dann zeigen sich Noten nach Muskatblüte, weißem Champignon und gedörrtem Obst wie Apfelringen, viel Quitte sowie nasser Stein nach einem warmen Sommerregen. Geprägt durch die lange Hefestandzeit sind Gebäcknoten omnipräsent, changieren zwischen Keks- und Brotnoten und sind stets garniert mit Kandiertem.    

 

Mund:

Packend und druckvoll zeigt sich der Excelsior am Gaumen und kleidet ihn vollumfänglich aus. Mit feiner Würze im Antrunk zollt er seiner Reife Tribut ohne sich ausschließlich in Sekundär-Aromatik zu ergehen. Zitrusöl und Trockenobst garnieren ihn mit reduzierter Fruchtigkeit, die Gerbstoffe zeigen sich angenehm blättrig mit morbidem Biss am Gaumen. Tiefgründig mit subtilem Punch ist er aromatisch komplex mit gleichzeitig enorm niederschwelligem Trinkwiderstand. Großer Wein für große Küche.



Speiseempfehlungen von Sebastian Bordthäuser:

  • Praline vom Ziegenkäse in Asche mit Trockenfrucht-Chutney in Pilz-Essenz
    (Käse)
  • Steinbutt mit pochierten Austern in Champignon-Beurre blanc und Quitten-Püree
    (Fisch)
  • Geschmorte Wildschwein-Keule mit Pfifferlingen und Dörrobst
    (Wild)

 
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