Grappoli del Grillo, Sicilia Grillo DOC Print informations
Artikelnummer 9911206059
Residual sugar M
Drink temperature 13°
Alcohol Content 12,0%
Acidity 7,4 g/l
Sweetness 1 g/l
Manufacturer Marco de Bartoli, Contrada Fornara Samperi 292, 91025 Marsala-Sicily / Italy
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 18.08.2020, Copyright Sebastian Bordthäuser und Vinaturel:

Der Grappoli del Grillo ist zweifellos eine Ikone des trockenen Sizilianischen Weines. Obwohl die Grillo bereits seit den Phöniziern auf Sizilien angebaut wird, hat man sie offenbar immer nur zur Herstellung des süßen aufgesprittete Marsala Weines verwendet. Bis Marco de Bartoli 1990 erstmals einen trockenen Wein daraus kelterte. Gewachsen in der Contrada Samperi werden die Trauben von Hand gelesen und nach rigoroser Selektion gepresst und spontan im Stahl vergoren. Dann wird der klare Most in französische Tonneaux und gebrauchte Barriques umgezogen, um die Frucht und Frische des Weines zu erhalten. Nach 12 Monaten auf der Feinhefe mit Battonage wird er nach minimaler Schwefelzugabe gefüllt. Der Grappoli del Grillo hat ein erstaunliches Reifepotential, sodass es sich lohnt einige Flaschen einzukellern.

 

Farbe:

Leuchtendes Strohgelb.

 

Nase:

Der 2018 Grappoli del Grillo von Marco de Bartoli ist wieder mal die Benchmark für Grillo. Zarte Hefenoten werden flankiert von Zitrusnoten nach grüner Mandarine, Bergamotte und Cedro-Zitronen, wilde Kräuter wie Lorbeer und Rosmarin umrahmen die fruchtigen Kaskaden. Das Konglomerat aus fruchtig-ätherischen Komponenten baut im Glas mit zunehmender Belüftung immer mehr aus, rechtzeitiges karaffieren ist daher zwingend empfohlen.

 

Mund:

Ein Equilibrium im Antrunk, das in purem Understatement alle teilhabenden Akteure am Gaumen zu etwas verbindet, dass größer ist als ihre Einzelbeiträge. Die Frucht steht nie allein, sondern wird stets beflügelt vom Hefelager, das wiederum anknüpft an die aromatische Phenolik des Weines. Die Säure agiert still doch maßgeblich und verbindet Frucht, Salz und Gerbstoff zu einem Großen Ganzen, dass ich mit einem warmen, pulsierenden Bass beschreiben würde. Ein Wein fürs Jetzt, fürs Morgen und Übermorgen, in jedem Falle jedoch für eine beherzte Küche auf Augenhöhe.

 



Speiseempfehlungen von Sebastian Bordthäuser:

  • Pasta alla Norma
  • Ganze Dorade Rosé aus dem Ofen mit Fenchel, Zitronen, Lorbeer und Oliven
    (Fisch)
  • Geschmortes Kaninchen alla Cacciatore
    (Wild)

 
Parse Time: 0.720s