Enkircher Ellergrub, Riesling Spätlese Print informations
Artikelnummer 9912017050
Residual sugar MMMM
Drink temperature 12°
Alcohol Content 9,5%
Acidity 9,0 g/l
Sweetness 84 g/l
Parker Points 94
Manufacturer Weingut Weiser-Künstler, Wilhelmstraße 11, 56841 Traben-Trarbach / Germany, Bio-Zertifikat: DE-ÖKO-039
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 24.07.2020, Copyright Marian Henß und Vinaturel:

Info:

Konstantin Weiser und Alexandra Künstler betreiben dieses kleine, 4ha große Weingut biologisch. Neben Clemens Busch bilden die beiden in diesem Bereich die Sperrspitze. Ein Großteil der Steillagen ist in Einzelpfahlerziehung und somit sehr zeitintensiv in der Bearbeitung. Blauer Schiefer bildet die Unterlage in den Lagen in Trarbach und Enkirch. Die Traubenqualität steht für die beiden an erster Stelle. Sie legen Wert auf moderate Oechslewerte und eine knackige Säurestruktur. Die Vergärung erfolgt zu 100% spontan. Die trockenen Qualitäten werden traditionell in Fudern ausgebaut. Bei den restsüßen und edelsüßen Weinen kommt dann auch Inox ins Spiel. Oxidation spielt kontrolliert eine große Rolle während des Ausbaus, um die Mineralität heraus zu arbeiten. Die Weine sollen nie fruchtorientiert sein. Der Ausbau auf der Hefe ist bei den Weinen für die Region untypisch lange. Dies wirkt sich aus meiner Sicht aber spürbar positiv auf das Mundgefühl aus. Auch das Herausarbeiten der einzelnen Prädikate mit spürbaren Unterschieden hat sich Konstantin Weiser auf die Fahne geschrieben, denn oft sind die Übergänge hier doch fließend.

Und genau dies erfahren wir mit diesem Wein. Die Spätlese ist klar von dem Kabinett separiert. Und nach oben wieder deutlich zu unterscheiden von der Auslese aus der gleichen Lage.

 

Farbe:

Zartes Goldgelb, grüne Reflexe.

 

Nase:

Vollreife Zitronen und Ananas prägen den ersten Eindruck. Ein zarter Kräuterton unterlegt das Ganze. Eine dezente Note von Honig und etwas nassem Stein runden das Bild ab.

 

Gaumen:

Der erste Schluck vermittelt Trinkfreude und Eleganz pur. Ein kongeniales Spiel aus Süße und Säure. Zu keiner Zeit wirkt die Süße vordergründig, sondern immer ausgewogen integriert. Das präsente Säuregerüst dient dem Trinkfluss, ist aber vor allem Basis für ein sehr gutes Lagerpotenzial.

Nach dem Schluck wird der Speichelfluss direkt angeregt. Das hat einen richtig guten Zug. 2019 habe ich bei vielen deutschen Winzern als sehr brillant und klar abgespeichert. Dieses Bild bestätigt sich hier absolut.

Die Zitronenaromatik ist noch vorhanden, macht aber viel Platz für eine reife Ananas. Die Schieferunterlage schlägt sich in einer kühlen, steinigen Note aus. Im Abgang wunderschön untermalt von einem zart süßen Abgang und dezentem Schmelz. Nie schwer, immer leichtfüßig und wahnsinnig elegant.



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