Riesling Print informations
Artikelnummer 9912017045
Residual sugar M
Drink temperature 12°
Alcohol Content 12,0%
Acidity 7,8 g/l
Sweetness 4 g/l
Parker Points 93
Manufacturer Weingut Weiser-Künstler, Wilhelmstraße 11, 56841 Traben-Trarbach / Germany, Bio-Zertifikat: DE-ÖKO-039
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 24.07.2020, Copyright Marian Henß und Vinaturel:

Info:

Konstantin Weiser und Alexandra Künstler betreiben ihr nur vier Hektar großes Weingut in Traben-Trarbach biologisch. Mit Clemens Busch bilden die beiden in diesem Bereich die Speerspitze. Ein Großteil der Steillagen ist in Einzelpfahlerziehung und somit sehr zeitintensiv in der Bearbeitung. Blauer Schiefer bildet den Untergrund in den Lagen in Trarbach und Enkirch. Die Traubenqualität steht für die beiden an erster Stelle. Sie legen Wert auf moderate Oechslewerte und eine knackige Säurestruktur. Die Vergärung erfolgt zu 100 Prozent spontan. Die trockenen Qualitäten werden traditionell in Fudern ausgebaut. Bei den restsüßen und edelsüßen Weinen kommt dann auch Inox ins Spiel. Kontrollierte? Oxidation spielt eine große Rolle während des Ausbaus, um die Mineralität heraus zu arbeiten. Die Weine sollen nie fruchtorientiert sein. Der Ausbau auf der Hefe ist bei den Weinen für die Region untypisch lange. Dies wirkt sich spürbar positiv auf das Mundgefühl aus.

Die Selektion im Weinberg ist letztendlich entscheidend. Vor allem sensorisch wird hier klar getrennt. Für den Gaispfad werden nur gelbe Trauben verwendet. Es folgt eine Maischestandzeit von 12 bis 24 Stunden, je nach Jahrgang, um die Phenole zu konzentrieren.

 

Farbe:

Funkelndes strohgelb, zarte grüne Reflexe.

 

Nase:

Die Nase verspricht einen kühlen Schieferton und Würze durch die Spontangärung. Zitrone und Mandarine dominieren das Aroma, das durch Zitronengras und Melisse wunderbar ergänzt wird. Grüner Apfel darf dabei natürlich nicht fehlen. Auch eine gewisse Tiefgründigkeit lässt sich erahnen. Der Gaispfad Riesling riecht verdammt gut nach seiner Herkunft und der dort gängigen Machart.

 

Gaumen:

Auch hier versprüht der Gaispfad Mosel-Riesling pur. Er ist elegant und leichtfüßig. Die 12 % Vol. spürt man fast nicht. Die Phenolik ist wunderbar als Stilmittel eingesetzt. Der Schieferuntergrund kommt haptisch wie auch retronasal zu seiner verdienten Bühne. Die typische Riesling-Aromatik nach Zitrusfrüchten und frischen Äpfeln wird herrlich durch eine feine Kräuternote unterstützt. Im Abgang tänzelt er vor sich hin und wirkt lange spielerisch auf den Gaumen ein.

 



Speiseempfehlungen von Marian Henß:

  • Sellerie-Apfel-Salat mit geröstetem Sesam
  • Forellentartar mit Kartoffel-Avocado-Salat
    (Fisch)
  • Pochierter Saibling mit Fenchel-Orangen-Salat
    (Fisch)

 
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