Riesling Marienburg Grosses Gewächs Print informations
Artikelnummer 9912014039
Residual sugar M
Drink temperature 12°
Alcohol Content 14,0%
Acidity 5,1 g/l
Sweetness 7 g/l
Certified Ökologische Landwirtschaft DE-
Manufacturer Weingut Clemens Busch, Kirchstrasse 37, 56862 Pünderich / Germany
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 14.07.2020, Copyright Christoph Raffelt und Vinaturel:

Information:

Geht man in der Sommerhitze durch den Rothenpfad, sind die Stiefel später mit rotem Staub überzogen. Hier ist der Name also Programm. Der Weinberg oberhalb des Pündericher Viadukts ist geprägt von Schiefer und Eisenoxyd, das den Stein färbt. Die südöstliche Ausrichtung spielt vor allem in heißen Jahren eine positive Rolle. Die Lage wurde schon in der mittlerweile 150 Jahre alten Lagenkarte von Mosel, Saar und Ruwer in die erste Kategorie gewählt.

 

Die meist mehr als 80 Jahre alten Reben erhalten nach der Lese und Sortierung eine längere Maischestandzeit und werden sehr langsam mit geringem Druck gepresst und spontan vergoren. Die Klärung findet durch Sedimentation statt. Außer kleinen Schwefelgaben kommt nichts mehr hinzu. Der Ausbau erfolgt in traditionellen moselanischen Fuderfässern von 1.000 Litern Fassungsvermögen. Die Großen Gewächse werden normalerweise im Spätsommer gefüllt.

 

Farbe:

goldgelb

 

Nase

Die Nase dieses Late Release vom Großen Gewächs aus dem Rothenberg ist eine Offenbarung. Hier duftet es intensiv und opulent nach reifen Steinobst, Kernobst und exotischen Noten – wie ein ganzer Früchtekorb mit Mirabellen und Nektarinen, gelben Birnen, Softaprikosen, Orangen und Grapefruits, Ananas und ein wenig Mango. Dazu findet sich der obligatorische würzige Schiefer und ebenso eine kühle Note, die fast so wirkt, als habe Clemens Busch mitten in die ganz reife gelbe Frucht eine Kugel Vanille-Eis drappiert.

 

Gaumen

Dieses Kühle und Cremige und natürlich auch das ausladend Gelbfruchtige findet sich auch am Gaumen, wo der Wein enorm an Kraft zulegt und ebenso an Würze. Hier meint man ein wenig Botrytis zu spüren neben der Frucht. Dazu gibt es Tabak, zerstoßenen Stein, ein paar kräutrige und vegetabile Noten und auch erdigen und nussigen sind mit dabei. Der Riesling verfügt über eine vergleichsweise zurückhaltende und doch lebendige Säure, gepaart mit einer feinen Fruchtsüße, die in ein langes, herbes Finale ausläuft.

 



Speiseempfehlungen von Christoph Raffelt:

  • Kaisergranat mit Mango und Orangen Beurre Blanc
  • Rehfilet, Wildkräuter und Mirabellen
    (Wild)
  • Peking Ente

 
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