Abrí Las Alas - I Opened My Wings Print informations
Artikelnummer 9930001253
Drink from: 2021
Drink to: 2030
Residual sugar M
Drink temperature 18°
Alcohol Content 15,0%
Manufacturer Valdemonjas, c/ Antonio Machado 14 1ºD, 47008 Valladolid / Spain, Bio-Zertifikat: ES-ECO-016-CL
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 14.07.2020, Copyright Christoph Raffelt und Vinaturel:

Information:

Der Tempranillo stammt aus der 80 Jahre alten Parzelle Nogal de la Valera, die auf 800 Metern Seehöhe liegt. Gerade einmal 675 Flaschen entstehen von diesem raren Stoff, der über zwölf bis 14 Monate hinweg in besten französischen Barriques ausgebaut wurde.

 

Farbe:

fast blickdichtes Purpurrot mit violetten Reflexen

 

Nase

Gießt man den Abrí las ÁlasIch öffnete meine Flügel – ins Glas, so entströmt ihm zunächst eine bemerkenswerte Wolke von Zedernholz, Rauch, Vanille und Röstaromen. Der Wein braucht Zeit, um sich im Glas zu sammeln, sich zu finden und eine Balance zu erreichen. Dann geht man auf eine Reise durch ein Dickicht an konzentrierter dunkler Frucht von Schwarz- und Süßkirschen, reifen Pflaumen und Brombeeren, warmem Waldboden, Unterholz, Grafit und Mokka, Rosmarin, Zeder und dunkler Schokolade.

 

Gaumen

Am Gaumen schmilzt diese dunkle Schokolade, wird seidig wie das Tannin des noch jungen Holzes, das zunächst den Gaumen geschmacklich prägt, gleichzeitig aber Struktur gibt. Natürlich ist dieser Tempranillo von 80 Jahre alten Reben, dem Kronjuwel des Hauses, auf einen Marathon hin angelegt und nicht auf eine Mittelstrecke. Entsprechend kann man den 2015er Jahrgang noch als blutjung bezeichnen. Was aber schon ganz eindeutig neben aller Konzentration zutage tritt, ist die Eleganz. Das ist keine barock opulente Eleganz, sie ist eher einem Schnitt von Issey Miyake vergleichbar: sehr präzise, klar in den Konturen und mit feinem Faltenwurf. Bei diesem sehr dunkelfruchtigen Wein zeigt sie sich vor allem in der kühlen Stilistik. Die lebendige Säure verästelt sich in jeden Winkel, die Mineralität der alten Reben liefert sehr viel Energie und Vitalität. Kräuteraromen wirken hier genauso auf den kühlen Eindruck am Gaumen hin wie zerstoßener Stein. Dabei bleibt der Wein zu jeden Zeitpunkt saftig, schmelzend und seidig mit exzellentem Trinkfluss und einer großen Komplexität. Das ist super modern, so wie man es von den Weinen aus Ribera del Duero kennt und ebenso vom Weinmacher Luca d’Attoma. Aber es ist eben auch sehr gekonnt und brillant in Szene gesetzt.



Speiseempfehlungen von Christoph Raffelt:


 
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