Béru Chablis Clos Béru Monopole Print informations
Artikelnummer 9950219054
Drink from: 2020
Drink to: 2028
Residual sugar M
Drink temperature 11°
Alcohol Content 12,5%
Acidity 7,1 g/l
Sweetness 0 g/l
Manufacturer Château de Béru, 32 Grande Rue, 89700 Béru / France, Bio-Zertifikat: FR-BIO-01
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 10.03.2020, Copyright Christoph Raffelt und Vinaturel:

Informationen zum Wein:

Der Weinberg Clos de Béru ist die Monopol-Lage des Hauses. Der Clos de Béru ist nur deshalb nicht als Premier Cru im Chablis klassifiziert, weil er zum Zeitpunkt des frühen Todes von Comte Eric de Béru verpachtet war und die Familie kein Interesse an einer Klassifizierung erkennen ließ. Historisch wurde der Clos de Béru immer auf dem Niveau guter Premier-Cru-Lagen gesehen. Wenn man in dem Weinberg steht, wird einem auch sofort klar, warum: reiner südlich exponierter, nicht sehr steiler, aber durchaus hängiger und sehr steiniger typischer Kimmeridge-Boden. Die Grenzen wurden seinerzeit von den Mönchen entlang des Terroirs gezogen. Deswegen hat der Clos keine gleichmäßige Form, sondern die eines schiefen Trapezes.

 

Farbe:

helles Goldgelb

 

Nase:

Von Jahr zu Jahr katapultiert sich Athenaïs de Béru mit ihren Weinen zu neuen Höhepunkten. Der vorläufige dürfte der 2017er Clos Béru Monopole sein. So in sich ruhend, zunächst leise, dann aber immer eindringlicher werdend, ist dies schon im Duft ein faszinierender Chablis. Dabei hilft es bei diesem jungen Wein, ihm Zeit in der Karaffe zu gönnen. Dann erwartet einen ein Chardonnay, der durch und durch seine Herkunft zeigt in Form einer fast noch grünen Ananas, in Form von Limetten und Zitronen, mit Wärme dann immer mehr von Grapefruits samt deren Zesten, etwas mürbem Apfel, geriebenen Austernschalen und Kalkstein.

 

Gaumen:

Auf Premier-Cru-Niveau war dieser Wein schon immer. Jetzt aber geht es weiter. Mit immer mehr Verständnis für die Lage, den Boden und die Weinbereitungsart wird der Clos zu einem großartigen, wenn nicht großen Chablis. So jung, wie er ist, ist hier doch alles angelegt: die reife, zitrisch herbe und vielschichtige Frucht, der phenolische Grip, die überaus markante, aber stimmige Säure, die aktuell viel Biss liefert, den Wein aber auch Jahre tragen wird, ferner die seidig cremige Textur, die trotz Phenolik und Säurebiss vorhanden ist, auch die mineralisch intensive Lebendigkeit, die faszinierende Länge, die – wie sollte es anders sein – wie in einer Salzlake mit Zitronenscheibe endet. All das ist schon jetzt sehr stimmig und komplex. Wie schreibt es Antonio Galloni bei Vinous? »Es ist einer der bemerkenswertesten Weißweine, die ich in den letzten Jahren gekostet habe.« Das ist bei dem, was Galloni im Laufe der Jahre ins Glas bekommt, schon eine erstaunliche Aussage.



Speiseempfehlungen von Christoph Raffelt:


 
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