Vietti , Piemont

Langhe Nebbiolo Perbacco DOC

Nebbiolo, 2017, 750ml

 
Langhe Nebbiolo Perbacco DOC Print informations
Artikelnummer 9911800060
Residual sugar M
Drink temperature 17°
Alcohol Content 14,0%
Manufacturer Vietti, Piazza Vittorio Veneto, 12060 Castiglione Falletto / Italy
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 08.09.2020, Copyright Marian Henß und Vinaturel:

Info:

Wie der Name und die Flasche verraten, besteht dieser Wein zu 100 Prozent aus Nebbiolo-Trauben aus dem Gebiet um Alba. Nur mit diesen Herkunftskriterien darf die Flasche mit der Aufschrift „Albeisa“ verwendet werden. Die Trauben stammen sogar überwiegend aus den DOCG-Gebieten von Barolo und Barbaresco und stehen auf Kalkmergel. Das Rebalter ist zwischen 10 und 45 Jahren und die Reben werden in Drahtrahmenanlagen bei mittlerer Pflanzdichte erzogen. Die Vinifikation erfolgt nach selektiver, manueller Lese in einzelnen Partien je nach Lage oder Parzelle. Zu einem Viertel werden ganze Trauben verwendet, der Rest wird entrappt. Im Edelstahl erfolgt eine kurze Kaltmazeration, im Anschluss die Maischegärung mit „pump over“. Die Maische und der Tresterhut sind knapp vier Wochen in Kontakt mit dem Wein. Der biologische Säureabbau erfolgt in gebrauchten Barrique-Fässern. Daran schließt sich der Ausbau nach Lagen und Parzellen in großen Holzfässern für zwei Jahre an. Die Füllung folgt ohne Schönung oder Filtration.

 

Farbe:

Klares Kirschrot, braune Reflexe

 

Nase:

Nebbiolo im klassischen Sinne ist in der Regel ehrlich und ein klarer Vertreter seiner Herkunft. So auch hier. Der Kalk zeigt sich puristisch, Noten von Schattenmorellen, Zwetschgenmus mit Zimt und dunkler Schokolade. Auch dunkle Beeren, wie Cassis und Holunderbeeren, kommen zum Vorschein. Ein wenig weißer Pfeffer sowie Unterholz, Waldpilze und insgesamt erdige Komponenten werden wahrnehmbar. Im Gesamteindruck wirkt er steinig und kühl.

 

Gaumen:

Am Gaumen zeigt er dann eindeutig, dass er ein Nebbiolo ist. Ein so feinkörniges Tannin kann man nur aus ganz wenigen Rebsorten erzeugen. Die Frucht wirkt nun heller und leichtfüßiger. Die dunklen Früchte werden auch mürbe und weniger plakativ. Das Gewürz tritt in den Hintergrund. Eine feine Mineralität, gelegentlich durchbrochen vom Säuredruck, macht sich breit. Die Säurestruktur trägt den Wein in ein langes Finale. Der Gerbstoff ist präsent, aber so wunderbar angenehm. Nebbiolo, wie man ihn sich wünscht. Klasse Wein!



Speiseempfehlungen von Marian Henß:

  • Wildschweinbraten, Wirsing, Knödel
    (Wild)
  • Schmorbratenravioli, weißer Tomatenschaum, Bergkäse
  • Rote Bete-Ziegenkäse-Auflauf mit Walnüssen

 
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