Bertram-Baltes , Ahr

Ahrweiler Spätburgunder

Pinot Noir/Spätburgunder, 2017, 750ml

 
Ahrweiler Spätburgunder Print informations
Artikelnummer 9912012102
Drink from: 2019
Drink to: 2025
Residual sugar M
Drink temperature 16°
Alcohol Content 12,5%
Acidity 6,4 g/l
Sweetness 0 g/l
Manufacturer Weingut Julia Bertram, Ahrweg 20, 53507 Dernau / Germany
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 10.12.2019, Copyright Christoph Raffelt und Vinaturel:

Information zum Wein

Der Spätburgunder stammt aus den Lagen Forstberg und Rosenthal in Ahrweiler. Die Lagen zeigen ein Gemisch von Sandstein, Lehm, Grauwacke und Quarzit. Die Rebstöcke sind rund 25 Jahre alt. Die Trauben wurden zu 70 % entrappt, es gab also 30 % ganze Trauben. Es erfolgte eine Kaltmazeration und eine spontane Vergärung. Der Ausbau fand größten Teils im gebrauchten Holz und in kleinen Teilen in fünf Jahre abgelagerten und medium getoasteten Fässern aus Spessarteiche der Küferei Assmann statt. Alle Trauben werden von Hand gelesen, chaptalisiert wird seit 2016 nicht mehr und eine klein Portion Schwefel vor der Füllung ist das Einzige, was zugesetzt wird.

 

Farbe

mittleres, recht transparentes Rubinrot

 

Nase

Mit einer leicht rauchigen und an Schießpulver erinnernden Note fließt der Ahrweiler Spätburgunder ins Glas. Wenig später übernehmen violetten Blüten, rote und dunkle Beeren, eine leicht fleischige Röstnote und ein wenig trockenes Holz die Oberhand. Im Hintergrund findet sich kühler Stein, Erde mit trockenen Kräutern und gleichzeitig eine warme, ganz leicht ins Süße gehende Hefenote. Zusammengenommen wirkt das stimmig, saftig, vergleichsweise kühl und einladend.

 

Gaumen

Am Gaumen sorgt der aus 2017 stammende Spätburgunder für so viel Trinkfluss bei gleichzeitiger Feinheit und Finesse, dass einem kurz schwindelig werden kann. Das ist so pur und straight, so klar in der roten, kühlen Frucht, so fein vom Holz balanciert, so seidig im Tannin und so saftig im Zusammenspiel von roten Beeren, dunklen Fruchtnoten und zitrischen Noten. Dabei finden sich hefige, butterige Aspekte, sowie eine mineralisch lebendige Säure und feiner Würze. Das ist Ahr-Spätburgunder Ortswein, wie wir ihn bisher an der Ahr noch nicht kannten, ja kaum für möglich hielten in dieser unverfälschten, leicht herben Art, in dieser straffen und festen Struktur, die völlig auf verspieltes Geplänkel und zu viel Holzeinsatz verzichtet und dadurch um so attraktiver wird.


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