Artadi , Rioja

La Poza de Ballesteros

Tempranillo, 2017, 750ml

 
La Poza de Ballesteros Print informations
Artikelnummer 9930004010
Drink from: 2021
Drink to: 2025
Residual sugar M
Drink temperature 18°
Alcohol Content 14,5%
Parker Points 92
Manufacturer Artadi S.A., Carretera de Logroño s/n, 01300 Localidad: Laguardia / Spain, Bio-Zertifikat: ES-ECO-026-VAS
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 21.10.2020, Copyright Götz Drewitz und Vinaturel:

Info zum Weingut:

Die Geschichte Artadis geht auf ein kooperatives Projekt zurück. Im Jahr 1985 schlossen sich mehrere Produzenten zusammen, die der Meinung waren, dass man auch ohne extrem langen Fassausbau in der Region Spitzen-weine erzeugen kann. Unter der Leitung von Juan Carlos López de Lacalle gelang es, über die Jahrzehnte diesen Prozess immer weiter zu verfeinern und beachtliche Erfolge zu erzielen. 2016 entschied man sich aus der DOCa Rioja auszusteigen, da sich die Philosophie zu sehr von dem der Rest der Appellation differenzierte. Auch heute produziert Artadi keine Weine der Ausbaustufen Reserva und Gran Reserva. Dennoch wird auf dezenten Holzeisatz nicht verzichtet, ohne dabei jedoch das Terroir zu überdecken

Der Weinberg liegt auf 600 m ü NN. Der Boden ist tiefgründiger, toniger Kalkstein. Nach einem feuchten Frühjahr, wodurch die Wasserreservoirs im Boden gefüllt wurden, erfolgte ein zeitiger Austrieb. Bei einem Frost am 28. April sind einige Gescheine erfroren, was die Erträge von vornherein reduzierte. Der Sommer war dann warm, heiß und trocken und ermöglichte eine harmonische Reifenentwicklung und eine relativ frühe Lese. Durch die niedrigen Erträge zeigen sich die Weine komplex, manchmal verschlossen mit sehr stabilen Tanninen. Die gute Wasserversorgung aus dem Frühjahr sorgte für eine ausgeprägte, reife Frucht. Insgesamt ist der 2017er Jahrgang ein sehr guter Jahrgang, der schon früh eine feine Frucht zeigt und der mit entsprechender Lagerung noch zulegen wird.

Farbe:

Dichtes Rubinrot, fast undurchsichtig mit leicht violetten Reflexen.

Nase:

In der Nase fällt sogleich die reife, üppige Frucht auf. Man spürt die Wärme der Lage und die warmen Tage des Sommers 2017. Eine fast schon überbordende Fülle an Schokolade, Holunder, Brombeere, kleine eingetrocknete Blaubeeren, dezent Kaffee, Cranberries, zarte Würze, etwas Zimt und Zwetschgen aber auch reife Birnen, natürlich in Rotwein eingelegt.

Schon die Nase beamt Dich vor den Kamin: das Feuer knistert, draußen wird es kühler. Man meditiert über diesen Wein und findet den langen Winterabend gar nicht mehr so schlimm.

Gaumen:

Der Gaumen überrascht dann mit Frische und einem samtigen Tanninen, das sich wie ein warmer Mantel um den Wein legt, die Frucht bewahrt, beschützt aber den Blick frei lässt für die klaren und hellen Aromen, die den Wein fast tänzeln lassen auf dem mineralischen Parkett. Diese Mineralität gibt dem Wein Gerüst, lässt ihn in die Höhe schrauben und verleiht ihm die Leichtigkeit, die er braucht, um die warme Aromen der Nase erfrischend und zu ergänzen.

Dieser Wein braucht Zeit! Wer ihn jetzt genießt, wird sich vielleicht an den Douro versetzt fühlen; so warm und vollmundig wirkt er.



Speiseempfehlungen von Götz Drewitz:

  • Rinderbäckchen in Wacholder-Portwein geschmort mit Pastinakenmus und gebackenem Kürbis
  • Entenbrust kross gebraten mit Kumquats, Geflügel Jus und schwarzem Reis
  • Manchego mit Backpflaumen und fruchtigem Feigenchutney

 
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