Print informations
Artikelnummer 9930002849
Residual sugar M
Drink temperature 18°
Alcohol Content 14,5%
Parker Points 95
Manufacturer Familia Nin Ortiz, Polígon 6 Parcel·la 288, 43730 Falset-Tarragona / Spain
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 18.03.2020, Copyright Christoph Raffelt und Vinaturel:

Informationen zum Wein:

Dies ist der erste Jahrgang eines Weines, der von einem gerade einmal 0,4 Hektar umfassenden Weinberg stammt, dessen Frucht bis zum Jahr davor noch als Mas d’en Caçador verarbeitet wurde. La Rodeda wird in den Appellationskarten als eigener Weinberg geführt, was Carles Ortiz und Ester Nin früher gar nicht bewusst war. Sie haben ihn immer zum Mas d’en Caçador hinzugerechnet. Das Besondere ist, dass dieser Weinberg fast zu 100 % mit ca. 80 Jahre alter Garnacha Peluda, auf Französisch Lladoner Pelut, bestockt ist, einer eigenen roten Grenache-Variante. Hinzu kommt, dass dieser Weinberg eine nördliche Ausrichtung hat und gleichzeitig zu den am höchsten gelegenen des gesamten Priorat gehört. Neben schwarzem Llicorella-Schiefer findet sich hier roter Quarzit. Die Trauben wurden als ganze vergoren und zu 100 % in neuen französischen Barriques ausgebaut. Es gibt nur 325 Flaschen. Carles Ortiz: »Wir werden diesen Jahrgang als einen der extremsten des Jahrzehnts in Erinnerung behalten, zusammen mit dem Jahrgang 2012. In Jahren wie diesen wird die Arbeit, die wir auf dem Gebiet leisten, belohnt. Trotz der klimatischen Ausnahmeerscheinungen haben wir einen Säuregehalt und einen pH-Wert, die uns wie ein Wunder erscheinen. Unsere Reben haben nicht unter den schweren Frösten dieses Jahres 2017 gelitten.«

 

Farbe:

dunkles Purpurrot

 

Nase:

Schon beim Inhalieren des Duftes kann man ausrufen: »Was für ein Wein!« Neben dem La Coma d’en Romeu und dem Mas d’en Caçador ist ein dritter großer Wein hinzugekommen, der sich deutlich anders präsentiert, auch wenn er quasi aus einer Parzelle des Mas d’en Caçador stammt. Dieser Wein ist schon im Duft unglaublich frisch, saftig und elegant bei hoher Würze und komplexer Frucht. Dabei wirkt hier alles wunderbar aufgeräumt, sortiert und entspannt: die dunkle Waldbeerenfrucht, die reife Kirsche, das Süßholz, der Tabak, die Trockenkräuter, die getrockneten violetten Blüten, das leicht Fleischige, das der Wein hat, das Holz, das kaum spürbar ist, obwohl es neues Holz war, in dem der Wein ausgebaut wurde.

 

Mund:

Am Gaumen fällt wieder die Frische auf. Alles ist reif und saftig, wie man es aus dem Priorat kennt. So wird die Frucht und die deutliche Würze durchdrungen von lebendiger Säure, ganz so, als vibriere hinter dieser Wand aus dunklen Beeren und indischen Gewürzen ein Motor, der stetig Impulse von Energie in den Wein schickt. Der La Rodeda Vi de Partage ist ein faszinierend eleganter, finessenreicher und bis in die letzten Winkel harmonischer Wein, dessen entspannter Ausdruck trotz aller Lebendigkeit und Energie auch am Gaumen immer deutlich bleibt. Was für eine Frische, was für ein eindringlich seidiges und nobles Tannin. Was für ein Glück, dass es einen solchen Wein gibt.



Speiseempfehlungen von Christoph Raffelt:

  • Txogitxu Strip Loin mit Meersalz und schwarzem Kampot-Pfeffer
  • T-Bone vom Hirsch mit gegrillten Pflaumen und Kräuterbutter
    (Wild)
  • Curry Tajine mit gedörrten Pflaumen und Aprikosen

 
Parse Time: 0.734s