Roero Riserva Loreto DOCG Print informations
Artikelnummer 9951081016
Drink from: 2020
Drink to: 2025
Residual sugar M
Drink temperature 11°
Alcohol Content 13,0%
Acidity 6,0 g/l
Sweetness 0 g/l
Manufacturer Az. Agr. Valfaccenda, Loc. Valfaccenda Fraz. Madonna di Loreto, 12043 Canale CN Roero / Italy
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 09.07.2020, Copyright Sebastian Bordthäuser und Vinaturel:

Die Azienda Agricola Valfaccenda wurde 2010 von Luca Faccenda und seiner Partnerin Carolina Roggera in Canale gegründet. Auf den steilen wie sandigen Hügeln des Roero bauen Luca und Carolina ausschließlich die autochthonen Rebsorten Nebbiolo und Arneis an - im festen Bewusstsein, dass nur einheimisch verwurzelte Rebsorten in der Lage sind, ihre Herkunft authentisch in der Flasche abzubilden. Die zwei Hektar im Eigenbesitz sind um das Weingut bei Canale gelegen, weitere Flächen auf den Hügeln Le Rocche, dem Wahrzeichen des Roero, sowie in Vezza, Madonnna di Loreto in Canale und San Grato in Santo Stefano werden in Pacht bewirtschaftet. Die Böden des Roero bestehen aus Sand, der in der Antike des Meeresboden des Golfs von Padanien bildete und bisweilen vermischt mit Tonsedimenten auftritt. Im Jahre 2014 meldetet Luca Faccenda den Betrieb zu ökologischen Zertifizierung an, um seinen Reben die besten Bedingungen für den authentischen Ausdruck des Roero zu ermöglichen. 

 

Die Trauben für den Loreto Roero Bianco Riserva werden bei bester Reife gelesen und stammen aus zwei steilen Lagen mit sandigen Böden in Madonna di Loreto mit südsüdöstlicher Ausrichtung. Die Vergärung dauert je nach Jahrgang bis zu einen Monat, danach reift der Wein im Fass, bevor er bei abnehmenden Mond des folgenden Frühlings gefüllt wird, um danach ein weiteres Jahr auf der Flasche zu reifen. Der erste Riserva Jahrgang erschien 2017.

 

Farbe:

Helles Strohgelb mit leuchtenden Reflexen.

 

Nase:

Mit zurückhaltend floralen Noten nach weißen Blüten zeigt sich der 2018 Loreto Roero Riserva von Valfaccenda von seiner ausgeglichenen Seite. Schwatzhaftigkeit ist ihm ein Gräuel, und so umreisst seine Frucht am Horizont nur vage einen Obstkorb mit Äpfeln und Birnen, Sanddorn, grünen Aprikosen und frisch geschnittenen Küchenkräutern. Eine Handvoll grüner Haselnüsse und etwas Süßholz runden das Stilleben in aller Ruhe ab. 

 

Mund:

So schweigsam die Nase, so expressiv zeigt sich der Gaumen: Geschlossen im Antrunk zeigt sich der Loreto fest und druckvoll als markant haptisches Erlebnis. Mit expressivem Mundgefühl fungiert die mürbe Frucht hier mehr als saftige Nebenerscheinung denn als stilbildendes Mittel. Luca Faccenda, so scheint es, holt hier das Maximum an Würze und Textur aus der Arneis und rückt sie in ein komplett anderes Bild als man es von der Rebsorte bislang gewohnt war. Die rechtzeitige Belüftung des Weines wird dringlich empfohlen.



Speiseempfehlungen von Sebastian Bordthäuser:

  • Grünes Wildkräuter Risotto mit gebratenen Pilzen und getrockneten Blaubeeren
  • Gebratenes Zander-Filet auf Brunnenkresse-Polenta
    (Fisch)
  • Krosser Ferkelbauch mit Fenchelsaat und Cime di Rapa

 
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