Riesling Zellerweg am Schwarzen Herrgott Grosses Gewächs Print informations
Artikelnummer 9912022040
Drink from: 2024
Drink to: 2040
Residual sugar M
Drink temperature 12°
Alcohol Content 12,5%
Acidity 7,7 g/l
Sweetness 3 g/l
Parker Points 94
Manufacturer Weingut Spanier-Gillot GbR, Bahnhofstrasse 33, 67591 Hohen-Sülzen/Rheinhessen / Germany, Bio-Zertifikat: DE-ÖKO-039
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 18.08.2019, Copyright Christoph Raffelt und Vinaturel:

Information zum Wein:

240 Meter über Normal-Null und bis zu 40 % steil ist der Zellerweg am Schwarzen Herrgott – eine der ältesten Weinbergslagen in Deutschland. Eine erste Erwähnung findet sie im 8. Jahrhundert, hatte aber zwischenzeitlich ihren Ruf nicht halten können und geriet in Vergessenheit. Nicht zuletzt dank Hans-Oliver Spanier hat sich das grundlegend geändert. Heute ist klar, dass diese Lage, die genau auf der Grenze zur benachbarten Pfalz liegt und fast aus reinem Kalkstein besteht, eine der spannendsten Riesling-Lagen Deutschlands ist.

 

Farbe:

mittleres Strohgelb

 

Nase:

Wild und ungebunden, mysteriös und dunkel präsentiert sich die 2018er Ausgabe des Zellerweg am Schwarzen Herrgott. Wenn Hans-Oliver Spanier von liquid Earth spricht, wenn es um seine Art und Weise geht, Weine zu erzeugen, dann kann man das bei diesem Riesling zu 100 % nachvollziehen. Im Auftakt wirkt der Riesling straff sowie druckvoll mit ein wenig Petrol und violetten Blüten. Dazu kommen Noten von in Gin eingelegten schwarzen Beeren, von Tabak, grünen und gelben Zitrusfrüchten und viel Stein.

 

Mund:

Druckvoll presst sich der Riesling an den Gaumen. War er im Duft noch fast schüchtern, merkt man nun, dass er es gleichsam faustdick hinter den Ohren hat. Es ist so viel Kraft und Substanz in diesem Wein, dass einem Hören und Sehen vergehen kann. Dabei erstaunt die leichte Süße am Gaumen, die an süßreife Zitronen bzw. Zitronen-Bonbons erinnert, allerdings ohne dropsige Noten. Davon ist dieser Wein weit entfernt. Neben dieser süß-sauren Verführung liefert der Zellerweg Gerbstoff und viel saftige Frucht. Das Finale ist geprägt von Mineralik und druckvoller Säure. Ein gewohnt starker Auftritt.


Speiseempfehlungen von Christoph Raffelt:


 
Parse Time: 0.770s