Ried Grassnitzberg Sauvignon Blanc, Erste STK Lage Print informations
Artikelnummer 9870009063
Drink from: 2020
Drink to: 2035
Residual sugar M
Drink temperature 11°
Alcohol Content 12,5%
Acidity 6,5 g/l
Sweetness 1 g/l
Parker Points 95+
Manufacturer Tement GmbH, Zieregg 13, A-8461 Ehrenhausen / Austria
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 12.08.2019, Copyright Christoph Raffelt und Vinaturel:

Informationen zum Wein:

Auch wenn die Lage Zieregg allgemein als die Grand-Cru-Lage des Weinguts angesehen wird, so ist doch die Riede Grassnitzberg eine der besten Sauvignon-blanc-Lagen überhaupt. Und für die Tements ist sie ohnehin eine Besonderheit, weil die Großeltern von Armin uns Stefan Tement dort in den 1950er Jahren ihren ersten Weinberg bestockt haben. Es ist eine besondere, in sich geschlossene Kessellage auf 300 bis 420 Metern Höhe. Ausgerichtet ist sie nach Süd-Südost und geprägt von Korallenkalkverwitterungsböden mit leichter Lehmauflage. Eine Besonderheit ist das vergleichsweise kühle Klima und vor allem die starke Nachtabkühlung. Der Sauvignon blanc wurde spontan bis 1,4 Gramm Restzucker bei 6,5 Gramm Säure vergoren und später je nach Charge für zwölf oder 18 Monate im großen neutralen Holzfass auf der Feinhefe ausgebaut und anschließend unfiltriert abgefüllt.

 

Farbe:

mittleres Strohgelb mit leicht grünen Reflexen

 

Nase:

Schon der Duft des Ried Grassnitzberg ist mehr als betörend. Zwar weiß man sofort, welche Rebsorte man im Glas hat, denn es gibt einige Hinweise darauf wie beispielsweise die typisch kreidige Note im Untergrund, etwas Minze, Brennnessel und Cassis, aber ansonsten ist dies ein weiß- und gelbfruchtiger, fleischig wirkender Wein mit dem Duft von gelben Birnen, Mirabellen, Reineclauden, etwas Melone und Holunderblüten, etwas Orange sogar und einem Hauch von Safran.

 

Gaumen:

Am Gaumen setzt sich dieses großartige und komplexe Erlebnis fort, ja es geht noch weiter, es wird noch tiefer, noch komplexer. Der Sauvignon blanc ist ungemein kraftvoll, beschränkt sich aber nicht darauf. Vielmehr zeigt er sich zunächst seidig elegant mit feinster Textur. Die Frucht ist reif und süß, auch wenn der Wein mit 1,4 Gramm Restzucker eigentlich komplett trocken ist. Die für Sauvignon blanc so typischen grünen Pyrazine sind auch am Gaumen so zurückhaltend wie im Duft. Man findet sie, sie liefern ihren Beitrag, aber sie drängen sich nicht in den Vordergrund. Stachelbeeren sind da, auch wieder Cassis, ein wenig Minze, vor allem aber erneut das reife Steinobst. Das wird durchzogen von einer gleichfalls reifen, sehr lebendigen Säure, die zum Schluss immer deutlicher von einer sehr tiefgründigen Mineralität unterstützt wird und den Wein in ein langes, frisches, seidiges und salziges Finale trägt. Spätestens dann wird offensichtlich, wie klar, wie pur, wie balanciert der Grassnitzberg jetzt schon ist, auch wenn er gerade erst am Anfang einer Entwicklung steht, die sicher für 20 Jahre Potential hat.



Speiseempfehlungen von Christoph Raffelt:


 
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