Ried Zieregg Morillon Große STK Lage Print informations
Artikelnummer 9870009062
Drink from: 2023
Drink to: 2040
Residual sugar M
Drink temperature 11°
Alcohol Content 13,0%
Acidity 6,6 g/l
Sweetness 2 g/l
Parker Points 95
Manufacturer Tement GmbH, Zieregg 13, A-8461 Ehrenhausen / Austria
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 19.08.2019, Copyright Christoph Raffelt und Vinaturel:

Informationen zum Wein:

Die Riede Zieregg ist Tements Hausberg, der durch die Familie weltberühmt geworden ist. Sie wird geprägt von Korallenkalk und Kalkverwitterungsgestein, das in einem ehemals mächtigen Korallenriff entstanden ist. Die Riede liegt auf 330 bis 490 Metern Höhe. Der darauf wachsende Morillon (Chardonnay) stammt von 40 Jahre alten Reben aus dem ältesten Teil des Zieregg. Der Wein wurde spontan vergoren bis zu einem Restzucker von 1,8 Gramm bei 6,6 Gramm Säure, darauf wurde er über 18 Monate hinweg auf der Feinhefe in neutralen Holzfässern ausgebaut und unfiltriert abgefüllt.

 

Farbe:

mittleres Strohgelb mit grünen Reflexen

 

Nase:

Die Morillons von Tement sind schon für sich genommen besonders und unterscheiden sich deutlich vom Rest der Chardonnay-Welt. Beim Zieregg ist das noch einmal prägnanter. Da öffnet sich der Morillon mit rauchigen Noten und hellem Tabak, alles ganz fein und leise, aber eindringlich. Dann beginnt das Spiel mit der Frucht: grüner und gelber Apfel, Reineclauden, Orangen und Zitronen in Maßen, dazu Nougat und mit Luft immer mehr Birne und ein steiniger und kräutriger Untergrund.

 

Gaumen:

Am Gaumen verdeutlichen sich die Fruchtkomponenten und bleiben doch immer auf der feinen, finessenreichen Seite. Wo andere buttrige Chardonnays mit Holz konstruieren, hat dieser Wein kein Gramm Fett zu viel, kein Butterfudge, keine Crèmeschnittchen. Stattdessen ist der Zieregg Morillon überaus saftig, und die Zitrusfrucht samt ihrer Säure ist am Gaumen deutlich fordernder als im Duft. Dazu wird der Wein von Minute zu Minute salziger, mundwässernder, baut immer mehr Druck auf und zeigt sich zudem von seiner kalkig steinigen Seite. Und doch, der Wein bleibt nachhaltig elegant und eindringlich, verrät schon viel, wird sich aber über die nächsten 15 Jahre hinweg immer mehr öffnen.



Speiseempfehlungen von Christoph Raffelt:


 
Parse Time: 0.748s