Meinklang , Burgenland/Neusiedlersee

Weißer Mulatschak

Welschriesling, 2018, 750ml, Grüner Veltliner, Traminer

 
Weißer Mulatschak Print informations
Artikelnummer 9870004080
Drink from: 2019
Drink to: 2021
Residual sugar M
Drink temperature 12°
Alcohol Content 11,5%
Acidity 5,4 g/l
Sweetness 1 g/l
Manufacturer Meinklang, Hauptstraße 86, A-7152 Pamhagen / Austria, Bio-Zertifikat: AT-BIO-301
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 23.08.2019, Copyright Christoph Raffelt und Vinaturel:

Informationen zum Wein:

Mulatschak ist ungarisch, hat aber auch im Burgenland, ja in ganz Österreich eine Bedeutung. Zum einen als Kartenspiel, zum anderen aber als Begriff für eine Feier, die leicht ausartet und bei der im Zweifelsfall zum Schluss jede Menge Geschirr und Gläser zertrümmert werden. Der Weiße Mulatschak stammt von den sandig-lehmigen, mit Schotterauflage versehenen Heideböden am Neusiedlersee. Es ist eine Cuvée aus 50 % Welschriesling, 25 % Grauburgunder und 25 % Traminer. Der Welschriesling wurde Ende August gelesen, die beiden anderen Sorten Mitte September. Die Trauben wurden für fünf bis sieben Tage auf der Maische bis auf 1 Gramm Restzucker vergoren und dann vier Monate im Edelstahl auf der Feinhefe ausgebaut. Der Wein verfügt über einen Gesamtschwefel von 70 mg/L.

 

Farbe:

Ins Roséfarbene tendierendes Orange mit leichter Trübung

 

Nase:

Wie es bei Aromasorten so ist, dominieren sie auch mit geringenen Anteilen gerne einmal ganze Cuvées. Das ist in diesem Falle besonders attraktiv. Denn es sind Aromen des Traminers, die ausgesprochen appetitlich wirken. Es duftet nach Orangen samt ihrer Schalen, nach saftigen Aprikosen und Mirabellen, nach ein wenig Rose und Litchi, aber auch nach leicht würzigen Anklängen wie hellem Tabak und Muskat. Dabei liegt eine feine, für die Maischevergärung typische Süße über dem Weißen Mulatschak.

 

Gaumen:

Der Weiße Mulatschak beweist einmal wieder, welch trinkfreudige, süffige und saftige Weine entstehen können, wenn man die Maischevergärung für Weißweine entsprechend beherrscht. Der Name passt, dieser Wein hat das Zeug dazu, dass man davon zu viel trinkt und zum Schluss die Party sprengt. Aber man kann es auch ruhiger angehen lassen und sich einfach daran erfreuen, dass die duftig floralen und saftigen Fruchtnoten auch am Gaumen deutlich ausgeprägt sind und sich einhüllen lassen von einem durch die Maischegärung vorhanden seidigen Gerbstoff. Die 5.4 Gramm Säure liefern Frische in diesem Wein, der durch seine Machart eben nicht nur von der Frucht dominiert wird, sondern auch eine pikant herbe, und an mürben Apfel und Apfelschalen erinnernde Komponente besitzt. Die zusätzliche Salzigkeit unterstützt den Trinkfluss natürlich immens.

 

 



Speiseempfehlungen von Christoph Raffelt:


 
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