Béru Chablis Clos Béru Monopole Print informations
Artikelnummer 9950219048
Drink from: 2020
Drink to: 2032
Residual sugar M
Drink temperature 11°
Alcohol Content 12,5%
Manufacturer Château de Béru, 32 Grande Rue, 89700 Béru / France, Bio-Zertifikat: FR-BIO-01
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 18.03.2019, Copyright Christoph Raffelt und Vinaturel:

Informationen zum Wein

Der Weinberg Clos de Béru ist die Monopol-Lage des Hauses. Der Clos de Béru ist nur deshalb nicht als Premier Cru im Chablis klassifiziert, weil er zum Zeitpunkt des frühen Todes von Comte Eric de Béru verpachtet war und die Familie kein Interesse an einer Klassifizierung erkennen ließ. Historisch wurde der Clos de Béru immer auf dem Niveau guter Premier-Cru-Lagen gesehen. Wenn man in dem Weinberg steht, wird einem auch sofort klar, warum: reiner südlich exponierter, nicht sehr steil, aber durchaus hängiger und sehr steiniger typischer Kimmeridge-Boden. Die Grenzen wurden seinerzeit von den Mönchen entlang des Terroirs gezogen. Deswegen hat der Clos keine gleichmäßige Form, sondern die eines schiefen Trapezes.

 

Farbe

helles Goldgelb

 

Nase

Noch ist der 2015er Clos Béru Monopole leise und still: kein Wunder; denn der Wein braucht Zeit und ist noch jung. Doch je länger man ihn im Glas schwenkt, desto interessanter wird die Geschmacksentfaltung. Sie beginnt mit Noten von Zitronen und frischem Zitronenabrieb. Sie werden dann etwas wärmer und erinnern an Grapefruit und Orangenzesten. Dann kommen Quitten ins Spiel und ein mürber gelber Apfel, danach Nektarinen und Pfirsiche, Mandeln, Austernschalen und Kalkstein. Doch all das ist niemals wuchtig, sondern bleibt fein und finessenreich.

 

Gaumen

Saftig, sehr saftig ist der Clos Béru Monopole schon beim ersten Schluck. Einerseits ist er präzise, straff sowie salzig mit viel Biss und ferner mit einer hintergründigen reifen Säure ausgestattet, anderseits ist er cremig, geschmeidig und voll von weißer und gelber Frucht. Das ergibt ein gelungenes Ying und Yang bei diesem Aushängeschild des Weinguts, das im Abgang immer lang und länger, immer tiefer und steiniger wird. Es ist schon jetzt ein großartiger Clos Béru Monopole mit viel Potential. Aktuell hat er ganz sicher das Bedürfnis nach einer Karaffe und nach großen Gläsern.



Speiseempfehlungen von Christoph Raffelt:

  • Hechtklößchen mit Rüben, leicht angebratenem Chicorée, Macadamia und Zitronat-Beurre-blanc
  • Salat vom Hasenrückenfilet mit Senf, Wasserkresse und karamellisierten Apfelscheiben
  • Gougères mit Zitronenschale, Thymian und Gruyère (vegetarisch)
    (Käse)

 
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