Stefan Vetter , Franken

Sylvaner GK

Silvaner, 2016, 750ml

 
Sylvaner GK Print informations
Artikelnummer 9912010029
Residual sugar M
Drink temperature 12°
Alcohol Content 11,5%
Acidity 6,6 g/l
Sweetness 0 g/l
Manufacturer Stefan Vetter, Neuweg2, 97753 Gambach / Germany
Allergene enthält Schwefel
Verkostungsnotiz von vom 26.05.2019, Copyright Christoph Raffelt und Vinaturel:

Information zum Wein:

Die Silvaner-Trauben dieses Weins stammen aus dem Gambacher Kalbenstein, aus einer der letzten historischen Terrassenanlagen am Main. Gambach befindet sich westlich von Schweinfurt, es ist heute ein Stadtteil von Karlstadt am Main. Der Weinbau hat dort wahrscheinlich seit rund 1.500 Jahren Tradition. Gesichert ist der Erwerb von Weinbergen durch Graf Ludwig von Rieneck im Jahr 1306. Der Winzer Stefan Vetter bewirtschaftet in dem durch Buntsandstein und Muschelkalk geprägten 60 % steilen Süd-West-Hang des Kalbensteins eine Parzelle mit rund 50 Jahre alten Reben. Der Weinberg wird ökologisch bewirtschaftet, die Trauben wurden nach der Handlese in einer Korbpresse gepresst und spontan vergoren. Der Wein wurde im weitgehend neutralen Holzfass ausgebaut und mit minimaler Schwefelung abgefüllt.

 

Farbe:

leicht trübes mittleres Strohgelb

 

Nase:

Der Vetter Sylvaner GK duftet nach einer ganz eigenen Welt, allerdings nicht nach typisch fränkischem Silvaner. Man findet zunächst ein wenig flüchtige Säure, dann Hopfen, Tahini, blonden Tabak und sogar ein wenig Erde, dann Rauch und frisch benetztes Trockenholz, aber auch süße Noten – typisch für kaum geschwefelte Weine – wie von einem süßen Apfel oder gar einem trüben Apfelsaft zusammen mit ein wenig Mirabelle. Ganz hinten versteckt sich noch eine zitrisch herbe und tonische Note wie die von Indian Tonic Water.

 

Mund:

Am Gaumen nimmt der Wein mit seiner enormen Saftigkeit und seiner seidig wirkenden Säure rasant Fahrt auf. Ja, der Sylvaner GK ist ungemein seidig mit leichtem und feinem Gerbstoff und Extrakt. Dabei ist der Wein vibrierend lebendig und höchst mineralisch mit leichtem Druck bis ins lange Finale. Beeindruckend ist, wie trocken der Wein trotz der leicht süßen Kern- und Steinobstnoten ist. Die Frucht ist auch hier einerseits mürbe, andererseits fordernd und zitrisch herb ausklingend. Was für ein tonischer Wein!



Speiseempfehlungen von Christoph Raffelt:


 
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